Review

Mit ihren „Twilight“ Büchern begeistert Autorin Stephenie Meyer Millionen Leser rund um den Globus. Besonders in der jüngeren, weiblicheren Zielgruppe erfreut sich die Romanze zwischen Bella und Edward einer regen Beliebtheit. Da war es nur eine Frage der Zeit bis Hollywood auf die Bestseller aufmerksam wurde und eine Verfilmung in die Wege leitete. Im Herbst 2008 kam „Twilight“ in die amerikanischen Kinos und stürmte direkt auf Platz 1 des Box-Office und spielte bisher schon 170 Mio. Dollar alleine in den USA ein. Jetzt stürmt der Film auch endlich die deutschen Kinosäle.

Story: Damit ihre Mutter mit ihrem neuen Mann aufgrund seiner sportlichen Karriere durch die USA reisen kann, zieht die junge Bella zu ihrem Vater in das kleine Städtchen Forks. Nicht gerade erfreut als „Neue“ in dem verregneten Ort zu leben findet sich aber schnell Kontakt ihren Mitschülern. Besonders angetan hat es Bella allerdings der mysteriöse Edward Cullen, der mit seinen Geschwistern mehr oder weniger Außenseiter in der Schule darstellen. Sieht es anfangs nicht so aus, als wäre Edward besonders angetan von Bella, entwickelt sich nach und nach eine Beziehung zwischen den beiden und Bella kommt auch schnell hinter das Geheimnis welches sich hinter Edward und seiner Familie verbirgt: Die Cullens sind Vampire. Doch sie sind nicht die einzigen Vampire die sich in Forks aufhalten die für Bella schnell zur großen Gefahr werden.

Was Regisseurin Catherine Hardwicke mit „Twilight“ auf die Leinwand gezaubert hat, ist wirklich große Klasse. Ist das Buch schon hervorragend gewesen so steht die Verfilmung der Vorlage in nichts nach. Auch wenn das Buch nicht 1:1 übernommen wurde, einige Parts wegelassen und mit etwas actionreicheren Szenen angereichert wurden ist die visuelle Umsetzung des Romans das Beste was ich in den letzten Monaten sehen durfte. Hardwicke versteht es den Geist und die Faszination des Buches auf die große Leinwand zu übertragen und liefert einen schönen, romantischen, spannenden und unterhaltsamen Film ab, der über seine Laufzeit von fast 2 Stunden zu keiner Sekunde auch nur den Anflug von Langeweile aufkommen lässt. Auch wenn man sich manche Figuren im Buch anders vorgestellt hatte, wie z.B. Eric oder Mike, stellen die niedliche Kristen Stewart und Robert Pattinson die Idealbesetzungen für die Hauptrollen der Bella und Edward dar.

So dominiert natürlich überwiegend der romantische Teil im Film, wie sich Bella und Edward immer näher kommen, sie Gefühle für einander entwickeln. Unterbrochen wird das ganze immer wieder von kleinen Actionszenen, die im letzten Drittel dann mehr in den Fokus gestellt wird. Angefangen mit einem cool gefilmten und toll choreographierten Baseballspiel der Cullens, bei dem dann die andere Gruppe der Vampire dazu stößt, beginnt die Hetzjagd auf Bella die ihren Showdown in einem Ballettstudio findet. Dieser Showdown hat es in sich und bietet ein paar überraschend harte und intensive Szenen und dürfte eher dem männlichen Teil des Publikums ansprechen. Alles präsentiert mit einen treibenden Score, welche auch in manch anderen Szenen druckhaft daherkommt wie z.B. kurz bevor Bella Edward mit ihrer Vampirtheorie konfrontiert.

Diese unterscheidet sich auch leicht von den bekannten Vampirgeschichten. Zwar verfügen die Vampire nach wie vor noch über einen Durst nach Blut, sind kalt und bleich und verfügen über eine übermenschliche Stärke, aber Sonnenlicht schadet ihnen nicht und sie können sie bei Tag frei bewegen. Außerdem glänzt die Haut der „Daywalker“ wie Diamanten wenn die Sonne darauf strahlt. Neu dürfte auch sein, dass sie über spezielle Fähigkeiten verfügen, so kann Edward beispielsweise die Gedanken anderer Menschen lesen oder Alice in die Zukunft blicken.

„My Thoughts you can’t decode“ singen Paramore in dem offiziellen Song zum Film , aber meine Gedanken sollten schon während des Lesens der Review entschlüsselt worden sein: „Twilight“ ist ein großartiger, spannender und wunderschöner Film mit zwei tollen Hauptdarstellern. Unbedingt ansehen und nicht gleich an Teenie-Grusel für die heutige Emo-Generation abtun.

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