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Bella Swan (Kristen Stewart) verguckt sich in ihren verführerischen Klassenkameraden Edward Cullen (Robert Pattinson), Sohn einer exzentrischen, zurückgezogen lebenden Familie. Sie entdeckt, dass die Cullens Vampire sind und Edward ihre Liebe zwar erwidert, aber aus Angst vor seinem Blutdurst zaudert…

Unsägliche Schmonzette voller künstlicher Gefühle, die den zugrunde liegenden Vampirmythos zu einer seichten Kicherfantasie für Mädchen umbiegt und dabei den Grund abschafft, aus dem Vampire überhaupt erst ersonnen wurden: Sie erscheinen nicht mehr als verführerische Gegenwesen, die Verlockung und Verderben zugleich bedeuten, sondern als benachteiligte Beinahemenschen, die – wenn sie ganz ehrlich sind – auf Erlösung von ihrem Fluch hoffen, denn ihre Spezialtalente entschädigen nicht für die schmerzlich vermissten Menschenfreuden. Dahinter steckt vor allem auch der verzweifelte Versuch, eine tröstliche Erklärung für die ausbleibenden Liebessignale von Männern zu finden: Sie verzehren sich zwar insgeheim nach den Frauen; doch ihr beschützender Instinkt zwingt sie, ihre Triebe zu unterdrücken. Ein verlogen romantisierender, obendrein prüder Selbstbetrug, der auch gestalterisch unter aller Würde ist: polierte Bilder, verkaufsträchtige Poplieder und teure, aber unansehnliche Spezialeffekte. Dass der Zuschauer die meiste Zeit damit verbringt, den Figuren beim Entdecken von Geheimnissen zuzuschauen, die er schon längst erraten hat, ist der Spannung auch nicht unbedingt zuträglich.

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