Ein paar Aliens schnappen im All Rockmusik auf und begeben sich auf die Suche nach deren Ursprung, welchen sie auf der Erde ausfindig machen, wo es zu Begegnungen mit Menschen und Musik kommt, was für allerhand Skurrilitäten sorgt.
Dass es den Machern von "Rock Aliens" nicht darum ging, eine logische und stimmige Geschichte zu erzählen, sondern hauptsächlich die Musikstücke von Pia Zadora abzuspielen, wird einem nach den ersten Minuten Laufzeit klar. So wird hier gleich mal das komplette Musikvideo zu ihrem Duett mit Jermaine Jackson "When the rain begins to fall" abgespielt, welches das gitarrenförmige Raumschiff der Aliens von einem anderen Planeten empfängt. Da dies jedoch nicht die Rockmusik ist, die man sucht, begibt man sich mittels einer Telefonzelle zur Erde, wo Pia Zadora in ihrer Rolle als Dee Dee und ihre Rockerfreunde Songs, wie man es aus Musikfilmen kennt, in allen möglichen Situationen zum Besten geben und auch die "Rock Aliens" planen einen Auftritt auf dem städtischen Schulfest.
Das hört sich jetzt alles nicht besonders sehenswürdig an, ist aber für Freunde der 80er Jahre und skurriler Umsetzungen sehr unterhaltsam anzuschauen. So fängt der Film von vorne bis hinten den Geist der 80er mit all den spaßigen Frisuren, peppigen Klamotten, schrillen Farben und eingängigen Melodien gut ein und bietet zwischen den Musikstücken witzige Einfälle, die sich nur selten stimmig in die Handlung einfügen und so für noch mehr Spaß beim geneigten Trashfan sorgen. So gibt es beispielsweise die schrullige von Ruth Gordon gespielte Sheriffin, die einer Frau nach dem Mord an ihrem Mann "einfühlsam" erklärt, dass sie nun Witwe sei, einen vergifteten See, aus dem ein Riesententakel klettert und die Schule beim Tanzvergnügen ohne großes Aufsehen umschlingt und zwei aus einem Krankenhaus für Verrückte Ausbrechende (einer davon wird von Charakterkopf Michael Berryman gespielt), die sich erstmal im örtlichen Laden mit Waffen auf Kreditkarte eindecken und in der Schule Messer und Kettensäge schwingend (keine Angst, gesplattert wird nicht, da der Film eine 6er FSK-Freigabe erhalten hat) für kaum beachteten Schrecken sorgen, dafür aber für eine Romanze, denn als Berrymans Kettensäge den Geist aufgibt, hilft ihm eine junge Dame bei der Reparatur und man zieht verliebt von Dannen.
Der Humor des Films ist allgemein sehr albern ausgefallen und es kommt zu vielen klamaukigen Szenen, wenn die Aliens in ihren pinken Anzügen und der Bordroboter getarnt als Feuerhydrant auf die Menschen treffen. So explodiert beispielsweise der Anführer der Crew bei der ersten Begegnung mit der von Pia Zadora gespielten Figur in seine Einzelteile (die Dame ist aber auch verdammt hübsch anzuschauen!) und versucht ihr nach dem Zusammenflicken näher zu kommen, was bei Einsatz eines Stimulators für ungewollte Anlockung des männlichen Geschlechts führt.
Insgesamt ist "Rock Aliens" für Leute, die die 80er Jahre, deren Musik, flachen Humor und trashige Umsetzungen mögen, ein anschaubares Vergnügen. Alle anderen werden nach wenigen Minuten kopfschüttelnd aufgeben.