Review

Finish Them!


Da fetzt es dem Fettsack das Speck von den Rippen,
nach diesem Animebrei selbst hartgesottenere Freunde der Kunst aus den Latschen kippen.

Eigentlich die einzig wahre „Fist“-Verfilmung, voller Power und Gekröse,
diese gezeichnete Feuerfaust gibt sich ja mal so gar keine Blöße. 

Natürlich hilft Vorwissen, natürlich ist die Geschichte hinten, vorne und drumrum etwas frei und offen,
doch um das hier auch dreißig Jahre nach Release höllisch zu feiern, muss man nicht sein besoffen.

Der ewige Kampf Gut gegen Böse,
wie hier Gegner und Monster zerteilt und pulverisiert werden, ist zum Teil wirklich wunderschön mit rotem Getöse.

Auf diesem Gewaltniveau werden heute einfach keine Mangas mehr in den Westen gebracht,
das hat in mir damals wie heute wirklich einen echten Hype und viel Euphorie entfacht.

Street Fighter trifft auf Hackbraten und einige Blitzgewitter,
wenn ich an manch ein Duell hier denke, krieg ich immer noch das Gezitter.

Na klar hat das was von Son Goku oder Tekken,
doch nirgends wird halt rausgerissen das komplette Becken.

Und ich meine nicht das zum Schwimmen, 
hier kann man wirklich seine Gorenadel stimmen. 

Der Splatter-Anime überhaupt vor dem Herrn,
das führe ich mir zu Gemüte immer wieder gern.

Ein wenig mehr klare Handlung, Anfang und Ende, wären zwar gewesen schön,
aber es ist jetzt nicht so, dass ich deswegen allzu lange stöhn. 

Zu sehr nach vorne, zu sehr geht’s in die Vollen,
das hier ist ein Tritt aufs Schienbein mit Eisenstollen.

„Fist of the North Star“ ist Pflichtprogramm für jeden, der was auf sich hält,
den aber hoffentlich keine extreme Gewalt und comichafter Splatter verprellt.

Unbedingt die ungeschnittene Fassung suchen und finden,
denn alles andere kann man an einen Anker binden.

Ken, wohl der erste, wahre One-Punch-Man,
wär ich’s nicht schon, ich würd' immer wieder zum Fan.

Glaub's oder nicht, du bist doch schon tot,
bei dieser animierten Schlachtplatte ist alles im Lot.

Fazit: nicht nur der härteste Anime aller Zeiten, sondern auch ein gut gefütterter Kandidat auf den Titel des besten. Was für ein saftiges Gewitter aus Retro, Action, Splatter, Nostalgie, Eastern, Comic, Videospiel und Anime-Meilenstein. Bahnbrechend. Blutig. Brachial. Ein absoluter Brecher aus den 80ern. Ohne Bremse, ohne Kompromisse, ohne Erbarmen. Da muss man schon in Richtung „Ninja Scroll“ oder „Perfect Blue“ gehen, um würdige Konkurrenz zu finden. Als ob man „Dragonball Z“ und „Turbo Kid“ mit „Story of Ricky“ und „Mad Max: Fury Road“ kreuzt. Eine Legende, ein Mythos, ein wahrer Knochenbrecher und ewiger Bluterguss. MUSS. MAN. SEHEN!!! 

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