Die Geschichte vom Brandner Kaspar (D 2008). Die Geschichte von dem Brandner Kaspar, einem alten Gauner, Hallodri und Wilderer aus Bayern, wurde ursprünglich im 19. Jahrhundert in München geschrieben. Von einer Vielzahl anderer Autoren wurde der Stoff umgeschrieben und weiterentwickelt. Seitdem läuft das Stück in vielen Volkstheatern und ist bei der Bevölkerung sehr beliebt. Es gibt zudem schon mehrere Filmfassungen von dem Stück. Joseph Vilsmaier gelang mit seinem Film ein großer Wurf. Die Handlung spielt in den bayrischen Bergen und die Landschaftsaufnahmen sind stellenweise Atemberaubend. Es ist sicherlich nicht einfach, sich mit dem Thema „Tod“ anzufreunden. Mit diesem Stoff gelingt dies ohne Probleme. Das Sterben gehört einfach mit zum Leben dazu. Kurz zur Handlung: Es ist soweit, dem Tod (Michael Herbig) wurde aufgetragen, den Brandner Kaspar zu holen. Doch dieser zeigt dem Tod die kalte Schulter. Als der Tod zu ihm kommt, um ihn zu holen, greift Brandner (Franz-Xaver Kroetz) zu einer List. Er macht den Tod betrunken und animiert diesen, mit ihm Karten zu spielen. Er stellt dem Tod eine Falle. Sollte der Tod verlieren, darf der Brandner Kaspar noch über 20 Jahre Leben. Der Tod stimmt zu und verliert tatsächlich. Dadurch kommt es natürlich im Himmel zu Turbulenzen und der Tod hat Ärger mit seinem Chef. Besonders hervorragend ist eigentlich, die stellenweise, altbayrische Sprache, die allerdings leider viel zu kurz kommt. Michael Herbig spielt die Rolle als Boandlkramer hervorragend, allerdings erkennt man ihn in seiner Maske kaum. Fazit: Großes Kino. Toll umgesetzt von Joseph Vilsmaier. Ein Film für die ganze Familie, den man sich unbedingt auf BLU-RAY ansehen sollte.