Review

The Ugly ist ein optisch kunstvoll inszenierter Streifen, der durch seine extreme Farbgebung zu überraschen und zu faszinieren weiß.

Die Serienkiller-Thematik wird schlüssig dargestellt. Künstlerisch ansprechende Rückblenden und auch explizite Gewaltdarstellungen dienen hierbei, die Vorgeschichte des kranken Simon zu erzählen.

Ein extremer Kunstgriff ist es, dass das Blut im Film bis auf die finale Szene durchgängig schwarz ist. Anfangs störte mich dieses Stilmittel, doch im Laufe des spannenden Streifens gewöhnte ich mich daran.

Gewaltvolle Kurzszenen gibt es in diesem Film ebenfalls - doch Splatterfans bleiben vor der Tür.
Auch die Gorefreaks sollten sich nicht die blutverschmierten Lippen lecken, denn The Ugly ist mehr ein Psychodrama mit Anspruch als eine Schlachtplatte.

Der teilweise strange wirkende Touch und die völlig deplatziert dargestellten Nebencharaktere (z.B. diese eigenartigen Wächter) geben dem neuseeländischen Film einen "besonderen Anstrich", der leider durch ein abruptes und unbefriedigendes Ende geschwächt wird.

Fazit:

Unterm Strich bleibt eine optisch reizvolle Angelegenheit, die sehr das Krankheitsbild des Serienkillers Simon beleuchtet.
Die Inszenierungsweise ist keinesfalls langweilig geraten.
Die Schauspieler machen ihre Sache gut.
Leider ist der Schluss weniger gut gelungen, sonst hätte The Ugly einen Punkt mehr von mir bekommen.
So bleibt´s bei 6 Points für diesen Achtungserfolg aus Neuseeland.

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