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Seit 2002 nenne ich die DVD von „Alarmstufe: Rot“ mein eigen, habe es aber - bis gestern - nicht geschafft, sie in meinen Player einzulegen. Vielleicht lag es daran, dass der gute Steven Seagal uns in letzter Zeit mit so vielen neuen Werken ‚beglückt’ hat. Zugegeben, ein paar davon sind durchaus gelungen (z.B. sein Kino-Comeback „Exit Wounds“ oder die Videopremiere „Belly of the Beast“), aber kaum ein Streifen hat die Klasse des zweifach Oscar-nominierten „Alarmstufe: Rot“!

Dabei folgt der Thriller eigentlich dem simplen Muster von „Stirb langsam“ – allerdings an neuem Schauplatz.
Terroristen besetzen ein Schiff der US Marine und wollen die an Bord befindlichen Atomsprengköpfe stehlen. Doch der Koch Ryback (Seagal) funkt ihnen dazwischen …

So einfach kann das Rezept für furiose Action und jede Menge Spannung sein, wenn man mit den Zutaten umzugehen weiß. Regisseur Andrew Davis setzt die grandiose Schiffskulisse perfekt in Szene und kann sich auf souveräne Darsteller verlassen. Zwar zeigt Steven Seagal auch hier seine mimischen Schwächen, dafür trumpft Tommy Lee Jones als Schurke auf. Aber nicht nur Jones macht seine Sache exzellent. Auch Gary Busey (unvergessen in „Lethal Weapon“) darf mal wieder den Irren geben. Getreu der Devise: „Ein Film ist nur so gut, wie sein(e) Bösewicht(er)“.

Von Beginn an serviert Davis exakt getimte, brutale Kämpfe, schnelle Feuergefechte und dicke Explosionen. Alles verdammt spektakulär! Vor allem, wenn man bedenkt, dass „Alarmstufe: Rot“ nur 12 Millionen Dollar gekostet hat! Okay, damals hat man für das Geld mehr bekommen als heute. Aber denken doch mal an „Stirb langsam“. Der schlägt mit 25 Millionen zu Buche, ohne dass ihm die Action von „Alarmstufe: Rot“ in irgendeiner Form nachsteht. Das will doch was heißen!

Fazit:
Ein göttlicher Actionkracher und somit einer der besten Genre-Vertreter der 90er Jahre. Einfach unschlagbar! 10/10 Punkten.

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