Review

Der beste „Die Hard“-Klon

Der schlagkräftigste Karatekoch der Filmgeschichte - Steven Seagal als Casey Ryback auf einem riesigen Militärkreuzer. Gegen Busey und Tommy Lee Jones als kongeniales Bad Guy-Duo, das beinahe Honolulu mit Atomraketen in Feuer aufgehen lässt. Im Actiongenre zwischen 80er und 90er geht’s kaum besser. An „Alarmstufe: Rot“ ist kaum etwas auszusetzen. Und man muss schon in die „Die Hard“-Kategorie, also die allerhöchste Action-Schublade greifen, um das zu toppen. Wenn aus einem Plagiat ein Unikat wird. Und selbst wenn ich z.B. persönlich „Marked For Death“ noch besser finde, ist dieser effiziente Schiffsactioner in Seagals Filmographie wohl ohne Zweifel das Kronjuwel.

„Under Siege“ ist kompakt, effektiv und einfach ein verdammt eingängiger Actionfilm. Da machen die Parallelen zu „Die Hard“ nichts kaputt. Seagal wirkt noch frisch und unverbraucht. Das Schiffsetting ist eng, stahlhart und kalt. Die Sprüche sitzen. Busey und TLJ können es als Bösewichte mit jedem anderen Projekt aufnehmen. Vor allem Tommy Lee Jones ist die Härte. Apropos Härte: die ist in einigen Kills wirklich enorm. Da rief lange Zeit hierzulande der Index. Und Erina Eleniak ist ein feuchter Traum auf zwei Beinen. Da hängt einem der Kiefer au'm Boden. Absolut atemberaubend, sexy und süß zugleich. „Under Siege“ tritt an zu zeigen, dass Seagal auch in der Action-A-Riege mitspielen könnte - und beweist das mit Nachdruck. Ohne Längen, ohne Pausen, ohne Leerlauf. Mit dem coolsten Koch der Actiongeschichte. Kein Wunder, dass da eine (sehr ähnliche) Fortsetzung kommen musste. Allen Plagiatsvorwürfen zum Trotz waren hier in allen Bereichen spürbar Experten am Werk. „Under Siege“ wird nicht alt. 

Fazit: Seagal auf'm Höhepunkt, kompaktes Konzept, grandiose Bösewichte, ordentliche Härte, null Tempoverschleppung - „Under Siege“ ist nahtloses, stahlhartes Actionkino. Ein Immergeher! 

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