1957 wütet in einer ländlichen Gegend eine Kreatur unter der Bevölkerung, was Ed Harley als Kindheitserinnerung bleiben soll. In der Gegenwart wird sein friedliches Leben von einer Gruppe Teenager gestört, die dort mit ihren Motocross-Bikes wilde Sau spielen und aus Unachtsamkeit seinen kleinen Sohn töten. Nicht umsonst erzählen sich die Kinder in der Gegend noch immer die Schauergeschichten vom Kürbiskopf, wie sie den Dämon nennen, der Rache für böse Taten nimmt, denn Rache ist auch der einzige Gedanke, den der entzürnte Vater des toten Kindes in sich trägt. Der monströse Racheengel, den Ed mithilfe einer alten Hexe heraufbeschwört, ist nicht so trashig wie viele Vergleichskreaturen, man merkt Stan Winston, dem SFX-Guru, der hier Regie führt, an, dass er viel Wert auf saubere Spezialeffekte legt. Davon gibt es viele und zwar richtig gute, auch wenn seine Arbeit an "Aliens" bei der Kreatur ein wenig hervorlugt. Passend für den überwiegend nächtlichen Hütten- und Waldterror leuchtet er die Außensets in Blautönen und die scheinbar sicheren Orte innen mit warmen Farben aus. Dies gibt zwar keinen zweiten "Tanz Der Teufel", doch einen durchschnittlichen Monsterhorror, der zudem noch mit soliden Darstellern und vor allem einem gut aufgelegten Lance Henriksen in der Hauptrolle glänzt. Einzig die Kunstbluteffekte sind für die Gorekoriphäe Winston erstaunlich rar gesät, für eine Freigabe ab 18 Jahren ist das recht zurückhaltend und zumeist im Halbdunkel belassen. Besonders gelungen ist hingegen die Atmosphäre der Drehorte, eine Mischung aus schmutzigen Hinterwäldlersets und märchenhaften, nebelverhangenen Waldszenen mit kleinen Parallelen zu "Friedhof Der Kuscheltiere". Das kann in der Geschlossenheit etwas über die in weiten Teilen vorhersehbare Story mit der üblichen Rollenverteilung von guten und bösen Teenies hinweghelfen, zumal das Tempo ausreicht und die Schocks und Spannungsszenen von einem sehr gelungenen Score aus der Feder von Richard Stone unterstützt wird. Insgesamt ist "Pumpkinhead" zwar kein großer Nervenkitzel, da die Story zunächst etwas konventionell vor sich herplätschert, für einen unterhaltsamen Monster-Horrorabend allerdings ganz geeignet.
Fazit: Solides Aufgebot an Creature-FX in stimmungsvoller Umgebung, ein gutes Regiedebüt, auch wenn es nicht zum Highlight reicht. 5/10 Punkten