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Lange Zeit, bevor Stan Winston mit seinen Dinosauriermodellen für „Jurassic Park“ die Zuschauer weltweit in Angst und Schrecken versetzte, nahm er selbst auf dem Regiestuhl Platz. Dank der vorangegangenen Erfolge von „Terminator“ und auch „Aliens“, bei denen er für die Make – Up – Effekte verantwortlich zeichnete, war er zu diesem Zeitpunkt schon kein Unbekannter mehr. Regie geführt hatte er bislang jedoch noch nicht. Mit "Pumpkinhead" sollte sich dies nun ändern. Die Handlung ist hierbei schnell erzählt.
Nachdem sein kleiner Sohn bei einem Motorradunfall durch den Leichtsinn einer Gruppe Jugendlicher ums Leben gekommen ist, sucht der verzweifelte Ed Harley die Hilfe einer alten Frau, die als Hexe verschrien ist. Von dem Gedanken an Rache beseelt, gräbt er einen alten Dämon aus, welcher von eben dieser zum Leben erweckt wird. Gnadenlos tötet das losgelassene Monster einen Jugendlichen nach dem anderen. Als auch Unschuldige dem „Pumpkinhead“ zum Opfer fallen und dem Vater das ganze Ausmaß dessen bewusst wird, was er auf die Menschheit losgelassen hat, ist es fast schon zu spät. Er macht sich auf, um dem Spuk ein Ende zu setzen.

Klingt nach Trash? Vollkommen richtig: „Pumpkinhead“ ist B – Movie – Kultur in seiner reinsten Form. Aber gerade deshalb funktioniert er auch so gut. Die Story ist holprig erzählt und auch die Spannung hält sich in Grenzen, aber nichtsdestotrotz besitzt der Film einen Charme, dem man sich schwer entziehen kann. Ob es das seltsame Gummimonster ist, oder der übermäßig Einsatz von Kunstnebel im Wald, sei dahingestellt. In jedem Fall kann „Pumpkinhead“ großen Spaß machen. Voraussetzung ist natürlich, dass man in etwa weiß, worauf man sich einlässt.
Als besonderes Bonbon spielt die Hauptrolle kein geringerer, als „Bishop“ Lance Henriksen, der hier noch relativ jung ist. Überzeugen kann seine Darstellung des nach Rache dürstenden Vaters jedoch nicht wirklich. Auch die Jugendlichen, mehr oder weniger auf ihre Opferrolle beschränkt, agieren nicht gerade oscarverdächtig. Den Trashfaktor unterstreicht dieses Ensemble jedoch hervorragend.
Die Effekte, besonders die des Dämons, wirken plump. Zu keiner Zeit hat man als Zuschauer das Gefühl, mit einem wirklichen Monster konfrontiert zu sein. Durch den Schauplatz im Wald werden häufiger Erinnerungen an „Evil Dead“ wach, das Niveau des Klassikers von Sam Raimi kann jedoch nicht erreicht werden.

Insgesamt ist „Pumpkinhead“ jedoch ein relativ unterhaltsamer Film, der sich auf jeden Fall für einen Abend mit Freunden und Bier eignet.
6 / 10 Punkte

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