Review

In "Pumkinhead" wird der Sohn des alleinerziehenden Ed Harley(Lance Henrikson) von Jugendlichen mit einem Motorrad angefahren. Nachdem der Sohn seinen Verletzungen erliegt, schwört Ed Rache, konsultiert eine Hexe und lässt dann den Pumpkinhead auf die Jugendlichen los.

Der Film leidet vor allem an den nicht nachvollziehbaren Charakteren. Der Vater reagiert mit seiner Racheaktion einfach über und der böse Bube unter den Jugendlichen ist anfangs zu eindimensional; dann - ganz plötzlich - kommt der Gesinnungswandel und er wird beinahe zur heroischen Figur. Dies schadet dem Film.

Ansonsten überrascht auch die Spannungskurve: Während bei anderen, neuzeitlicheren Genrevertretern eher wenig Zeit mit der Vorgeschichte verbracht wird, dümpelt "Pumpinhead" doch so seine Zeit vor sich hin. Dies ist wiederrum nicht zwangsläufig negativ zu bewerten; es kommt hier ganz auf den persönlichen Geschmack an. Denn der Film bekommt durch diese alternative Einteilung eine ganz eigene Note.

Die Darsteller sind insgesamt nicht herausragend, mir persönlich hat die alte Hexe gefallen, die durch die schönen Kamerawinkel und die gelungene Ausstaffierung wirklich interessant wirkt. Auch Lance Henrikson verkörpert seine Rolle so gut es geht, auch wenn ihn diese Rolle vielleicht einschränkt.
Andererseits musste er eigentlich in keinem seiner großen Filme große Kunststücke vollbringen. Einzig und allein die mittelprächtige TV-Serie "Millenium" offenbarte Ansätze eines guten Charakterdarstellers.

Das eigentliche Highlight des Films ist die Atmosphäre, die aus wirklich tollen Sets und einer stellenweise brillanten Ausleuchtung resultiert. Das "i"-Tüpfelchen sind dann noch sporadisch auftretende, exzellente Kamerafahrten. Als Beispiel für diese drei Tugenden des Films sei die Szene in der Kirchenruine genannt, als der Pumpkinhead auftritt: Nebelschwaden ziehen langsam durch das verfallene Gemäuer und eine dieser bereits erwähnten tollen Kamerafahrten präsentiert das Grauen in Gestalt des Pumpkinheads. Sehr stimmungsvoll.

Das Monster selbst ist meiner Meinung nach auch erwähnenswert; vielleicht ist es nicht so furchteinflößend, wie man vor dem Film erwartet, doch das Design ist über jegliche Zweifel erhaben. Man sieht, dass Stan Winston hier seine Finger im Spiel gehabt hat.

Insgesamt also ein wirklich guter Film, der von den flachen Charakteren nicht ruiniert wird. Vielmehr ist es so, dass die tollen Sets den Film einzigartig machen.

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