Furios fängt der Film an, ja fast schon nervenzerfetzend spannend, wenn das Monster gleich zu Beginn sein Unwesen treibt. Abrupt werden wir aber in die Gegenwart katapultiert, wo Lance Henriksen mitten im Hinterwald einen kleinen Laden betreibt. Sehr idyllisch hat er es mit seinem kleinen Sohn Billy. Umso schmerzhafter sein Verlust, als der kleine Billy von einer Gruppe jugendlicher mit dem Motorrad angefahren wird und dabei zu Tode kommt. Mit Hilfe der lokalen Hexe beschwört sein Vater das Halloween-Monster Pumpkinhead, der an den Jugendlichen Rache üben soll.
Soviel zur Story die zugegeben nicht mehr her gibt als die meisten Horrorfilme. Unter bestimmten Vorraussetzungen kann das aber ausreichend sein, z.B. wenn die Effekte stimmen und das Ganze spannend inszeniert ist. Ersteres lässt sich laut bejahen – der Kürbiskopf sieht nun wirklich hervorragend aus und hebt sich aus der Masse der Billigheimer mehr las deutlich hervor. Kein Wunder, ist Regisseur Stan Winston doch Meister seines Faches und verantwortlich für Spezialeffekte in Filmen wie Alien, Predator und Terminator. Da verwundern die Ähnlichkeiten des Monsters zu Alien auch nicht mehr. Neben der schönen Effekten wurde auch viel für die Atmosphäre getan. Schöne Bilder gibt es durchaus zu bewundern, wenn auch ein etwas sparsamerer Umgang mit Kunstnebel dem Film gut getan hätte.
Aber gute Effekte machen noch lange keinen guten Film. Spannung wäre auch noch gut, die aber geht in diesem Film leider nach dem guten Anfang völlig verloren. Bis der Film in Fahrt kommt dauert es eine halbe Ewigkeit und dann - ja dann passiert auch nicht viel. Zu den Teenagern konnte als Zuschauer keinerlei Identifikation aufgebaut werden. Folglich sitzt man dem Geschehen relativ gleichgültig gegenüber. Blutleer ist das alles obendrein. Mit ein bisschen mehr Gore wäre eventuell auch ein bisschen mehr Spaß vorhanden. Die 18er Einstufung ist da doch etwas übertrieben. Zum Glück wird der Film durch ein nettes Ende abgerundet und würzt den faden Beigeschmack etwas.
Zusammenfassend ein ambitionierter Film mit netter Atmosphäre und guten Effekten, aber leider spannungsarm und blutleer. Schade. 5/10 Punkten.