Eine Gruppe von sechs jungen Tunichgutenfährt zum fröhlichen motocrossen rauf aufs Land. Versehentlich überfahren und töten sie dabei den Sohn von Paps Henriksen, der solch Rüpelei von der eher unhumorigen seite sieht und als Rache für sein Kind das bewußte Kürbiskoppmonster von einer alten indianischen Mümmelgreishexe beschwören läßt. Payback Time für die Jugendlichen ist angesagt.
Rein formal ist Pumpkinhead ein typischer Backwood Slasher, ein Haufen Kiddies wird von einem Monster auf eine numerisch sehr übersichtliche Menge reduziert, aber allein die Tasache das Alien FX Guru Stan Winston hier die Regie führt macht einen dann doch neugierig. Das Drehbuch kann sogar trotz des eher lahmen Titels mit einer recht ausgefeilten Story aufwarten, leidet allerding darunter das man über die potentiellen Opfer fast gar nichts erfährt, so daß deren Ableben maximal mit einem Schulterzucken quittiert wird. Eine absolute Klasseperformance legt dafür Lance Henriksen hin, der sich hier diesmal nicht nur den Gagenscheck abholen will, sondern sich mimisch richtig ins Zeug legt und darüberhinaus sich körperlich in einer top Form präsentiert in der ich ihn bisher noch nicht gesehen hab (Body Sixpack rules).
Auch sonst ist der Film, für sein vermutlich eher schmales Budget, liebevoll gestaltet, die Sets in der Hexenhütte, auf dem Friedhof und der alten Kirche sind echte Highlights, die Nachtaufnahmen werden durch Blaufiltereinsatz visuell verstärkt und über die FX brauch man bei Stan Winston wohl kein weiteres Wort mehr verlieren, der Mann beherrscht sein Job. Bis auf wenige Ausnahmen legt der Film auch ein recht flottes Tempo vor, ok bei etwa 80 Minuten Länge auch kein Wunder. Wenn man denn unbedingt möchte könnte man noch an der Menge und dem Blutgehalt der Kills mäkeln, aber irgendwas ist ja immer.
Trotzdem ist die Legende vom Kürbiskiller ein wirklich gelungener Film und gern gesehener Gast auf 80er Horrorfilmparties.
7,5/10