Review

Wäre das nicht zufällig das Regiedebüt von Trickmeister Stan Winston gewesen, niemand würde nach „Pumpkinhead“ heute noch krähen. Ein konventioneller Monster-Revenge-Horror der simpelsten Sorte wird hier zumindest in überschaubarer Zeit (82 Minuten) abgespult, ohne dass dabei Erinnerungswertes an die Oberfläche gespült werden würde. Allerdings fällt der Film auch nicht besonders negativ auf.

Lance Henriksen spielt hier einen Familienvati, dessen hübsch bebrillter Sohnemann versehentlich von einigen motor-crossenden Jugendlichen umgemangelt wird, speziell von dem besonders herausgestellten Arschloch der Sechserbande. Wutentbrannt wendet sich der vom Schicksal Gestrafte an eine faltenreiche Mummelhexe im hintersten Waldstück und gräbt laut ihrem Auftrag das titelgebende Halloween-Monstrum (der Film hat mit Halloween nix am Hut, es geht die unlogische Gleichung Kürbiskopf = Halloween!!!) auf, um es auf die lieben Teenager zu hetzen.

Was folgt ist der übliche Abzählreim, der stets mit „...da waren’s nur noch...“ endet, wobei für die Exposition mehr Zeit draufgeht und die ersten beiden Opfer recht schnell gemeuchelt werden. Lediglich für das nette Pärchen bleibt etwas mehr Zeit übrig und die überleben das natürlich am Ende, weil Lancie einsieht, dass er da wohl das Falsche angerührt hat.

Angerichtet wird das mit haufenweise Rauch und Windmaschinen, wenn der Dämon sich nähert, und ergänzend reichlich Scheinwerfern hinter Baumgruppen, die das in ein unwirkliches Licht tauchen. Das Vieh an sich ist ganz nett animiert, aber so eckig gebaut, dass es kaum für die nötigen Überraschungen sorgen kann, sondern eher träge vorgeht, wenn auch intelligent.

Für die Splatterfans gibt’s überraschend wenig zu sehen, da hätte man von Winston vielleicht noch ein paar Gimmicks mehr erwartet, als diesen typischen Autokinogrusel, bei dem sich die Freundin an einen kuschelt.
Ergo Durchschnitt auf allen Gebieten, eine humorige Augenbraue widmen wir nur dem Hinterwäldlerdörfchen, wo sämtliche kinderreichen Familien in einem Dreck vegetieren, als sei die Kunde des Waschens noch nicht nach Amerika gedrungen. (5/10)

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