Review

Pumpkinhead
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Eine kleine Perle im Sumpf der zahllosen 80'er Horrorfilme ist "Pumpkinhead" (in Deutschland völlig blödsinnig mit "Halloween Monster") betitled, das Regiedebüt von Effektegenie Stan Winston.

Der Film fängt sehr atmosphärisch und gruselig an mit nächtlichem Gewitter und sich-unter-der-Bettdecke-verkriechen Stimmung. Leider kann der Film das Niveau dieser ersten Szenen nicht konsequent durchhalten da die Storyline erst mal einige Jährchen überspringt. Dann werden die Characktere - der Farmer Ed Harley und sein von ihm über alles geliebter Sohn vorgestellt. Ihre Hinterwälder-Idylle wird von einer Gruppe 80'er typischer Teens gestört die durch einen Unfall den Tod des Jungen verschulden. Ed konsultiert die lokale Waldhexe Haggis und die schickt (nicht umsonst natürlich) den "Kurbiskopf" - ein riesenhafter Dämon auf die dämlichen Großstadtkids (meiner Meinung nach hätten sie das Monster auch schon vor dem Unfall verdient).

"Pumpkinhead" hat seine sehr gelungen Parts, vor allem wenn die Story erst mal in Fahrt ist. Leider muss der Zuschauer viel nerviges Teenager-Geschwalle über sich ergehen lassen, hier wurde der Versuch gemacht aus den "herkömmlichen" Horrorfilm-Opfern ernstzunehmende Charaktere zu entwickeln was aber nicht sehr gut gelang. Mal ernsthaft: Wen interessiert Joel's Gewissenskonflikt wenn er sich trotzdem kein Stück anders verhält als vor dem Unfall? Auch die Tatsache dass sich die ganze Handlung in nur einem Tag bzw. Nacht abspielt fand ich irgendwie seltsam. Ed trauert überhaupt nicht lange um seinen Sohn sondern beschließt sofort seine Leiche zur Hexe zu bringen.

Dies sind aber dann auch die wenigen Schwachpunkte an diesem unterm Strich doch sehr gelungenen Film. Die Regie ist große Klasse, die endlosen Wälder sehen unheimlich aus und das Monster rockt auch. Gorehounds sind hier falsch, der Filme würde heute wahrscheinlich eher eine ab 16 Freigabe erhalten - warum er indiziert wurde ist ein Rätsel wie bei so vielen Filmen (bzw. eine Frage staatlicher Willkür). Die Schauspieler machen ihre Sache ganz gut (außer den häßlichen Jugendlichen), Lance Hendriksen ist für die Rolle von Ed wie geschaffen. Und am Ende gibt's - ganz so wie im Märchen - auch noch eine kleine und nicht deplaziert wirkende Moral von der Geschichte.

Insgesamt für den geneigten Horror und Monsterfan sehr empfehlenswerter Film. Zog einen Sequel nach sich.

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