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Episode 3: Corneros Rache

Nachdem der schwarze Engel mit seiner Piratenmannschaft die spanische Burg besetzte, der adeligen Sklavin zur Heirat verhalf und sie eine weitere Frau eines Indianerstammes retteten, macht sich der mittlerweile zu den Spaniern übergeschwappte Bruder Ippolito, der nun Captain Du Pont heisst, auf, den schwarzen Engel zu erhängen, ohne dabei in der Kenntnis zu sein, dass dies sein Bruder ist, nach dem er schon seit Jahren sucht. Doch eines Tages erfährt er von dem ehemaligen, mittlerweile erblindeten Teufelskralle von seinem Bruder und seiner neuen Existenz. Doch auch auf den Höfen der spanischen Regierung wandelt eine mysteriöse Existenz, mit Maske getarnt, entpuppt sich diese bald als jene Frau, wegen der der Streit der Brüder erst entfachte. Ist sie doch nicht tot? Wie wird sie sich rächen? Ihr Hass auf Ippolito ist grenzenlos, denn Ferrante alias schwarzer Engel hat die Indianerfrau, die er einst rettete geheiratet. Doch plötzlich treffen die beiden Brüder aufeinander. Der Hass steckt noch tief, und wie wird es weitergehen?

Die dritte Episode bietet sich als weitere grosse Offenbarung auf, denn die mittlerweile eh schon durch zahlreiche Wendungen und Emotionen getränkte Tv Serie um die verhassten Brüder, fährt neue Wendungen auf und abermals ist das Alles aufgrund der vorangehenden Teile eine Wechselbad der Emotionen. Schwarzer Engel ist einem bisher derart ans Herz gewachsen, dass sein Ziel seinen Bruder zu töten auch jenes des Zuschauers wird, denn Ippolito mausert sich solangsam zum Untergebenen menschlicher Gräultaten, angebohrt von Macht und Übermut wohingegen Ferrante, mit dem Charme eines Johnny Depp den barmherzigen, cleveren und anderen Piraten mimt. Die Gehschehnisse dieser Brüdergeschichte sind maßgeblich fordernd für die allgegenwärtige Dramatik, auch wenn sicher die Abenteuer des Ferrante und seiner Piratenmannschaft im Vordergrund stehen.

Alleine das Wiedersehen mit dem mittlerweile erblindeten Todeskralle bieten den Höhepunkt in der Story, und die Vermutung, dass sich hinter dem rachsüchtigen, maskierten Ritter des spanischen Hofes Livia befindet, offenbart sich als richtig, auch ohnehin hätte man das so irgendwie erwarten können. Seis drum, es ist eine Schande, das dieses ungewöhnliche, sehr gut erzählte und wendungsreiche Piratenabenteuer so noch nie in Deutschland seine Veröffentlichung fand, bietet sie doch durchweg kurzweilige Unterhaltung mit bodenständiger Story, symphatischen Charakteren und authentischen Kulissen, Kostümen und traumhafter Musik.

Durch die dritte Episode, das Zusammentreffen der Brüder nach 15 Jahren und der Erkenntnis das Livia noch lebt, spitzt sich die ganze Dramatik absolut zu, vorallem weil die beiden auch wegen Aufeinandertreffung weiterhin getrennte Wege als neue Existenzen gehen. Die Vergangenheit ist vergessen, aber befeindet sind sie weiterhin. Er Pirat - Er Captain der verfeindeten Spanier. Doch das Ende der dritten Episode bietet eine Wendung, die so absolut schockierend ist. Was das ist, ist gewiss erst in Teil 4 zu sehen. Man darf nur hoffen und hoffnungsvoll abwarten, was uns die letzte Episode an Wendungen und Ergebnissen offenbart, ob Ferrante auf seine Livia trifft, sich die beiden Brüder versöhnen und was mit seiner neuen Frau Malina passiert. Die Hoffnung für Ippolito schein dahin, doch der Zuschauer weiss es ohnehin besser.

78%

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