Mission to Mars
In naher Zukunft! Jahrelange Vorbereitungen und ein kompetentes Team, der NASA, ermöglichen den ersten bemannten Flug zum Mars. Bei Erkundungen des Planeten macht die Besatzung einen folgenschweren Fund, woraufhin auch noch der Kontakt zur Erde bzw. zur Raumstation abbricht. Kurzerhand wird aus der geplanten zweiten Mission zum Mars eine improvisierte Rettungsmission. Begleitet von Neugier, Freude, aber auch Angst trifft die zweite Besatzung samt Raumschiff am Zielpunkt ein und macht überraschende Entdeckungen.
Grundsolider Sci-Fi Film vom Suspense-Regisseur Brian De Palma der es trotz handwerklichem Geschick und opulenter Ausstattung nicht schafft die inhaltlichen Schwächen zu verbergen. Im Prinzip sollte man dies nicht mal unbedingt als negatives Kriterium deuten, da der Film vor allem in Bildern spricht. Es gibt viele ruhige und auch akustisch subtil gehaltene Einstellungen bei denen Zeitweise sogar echte Spannung aufgebaut werden kann. Das Einführen der involvierten Charaktere wird recht zügig durchgezogen, ein paar stützende Pfeiler (z.B. die verstorbene Frau von Gary Sinise) sollen die Protagonisten menschlich und vor allem sympathisch erscheinen lassen. Das dies halbwegs glückt ist natürlich auch den Namhaften Darstellern (Gary Sinise, Don Cheadle, Connie Nielsen, Jerry O'Connell, Kim Delaney, Tim Robbins und Armin Mueller-Stahl) zu verdanken. Es kann sich niemand besonders hervor tun, doch bleibt das bei diesem Thema und der Tatsache eines sehr dünnen Plots mehr als legitim.
Ohne oberflächlich sein zu wollen, sollte man das Hauptaugenmerk sowieso auf die optische Präsentation fixieren, denn die Ausstattung und überhaupt die Sets sind als sehr gelungen zu Bezeichnen. Viel Hightech-Klimbim sorgt für Authenzität und kann zumindest auf dieser Ebene für ein hohes Niveau sorgen. Da dies natürlich kein Weltraumactioner im herkömmlichen Sinne ist sollte der Betrachter auch nicht einen solchen erwarten, die betreffenden, auch durch Computer F/X gestützten, Sequenzen sind handwerklich sehr realistisch inszeniert und fügen sich deshalb auch nahtlos in das Gesamtprodukt „Mission To Mars“ ein. Lediglich das abschließende Ende wird nicht Jedermanns Geschmack treffen und so manchen unter Euch unbefriedigt zurücklassen!
In der Filmografie von Brian De Palma würde ich diesen Film trotzdem eher auf die hinteren Ränge verweisen. Viel besser waren einige seiner früheren Werke und zu sehr Stangenware, quasi Mainstream, ist Mission To Mars!