Review

"24" Tag 4

Staffel 1-3 habe ich ja schon abgehandelt (lang is her). Damit wir uns nicht mißverstehen, Mein "24" Verbot, das ich mir auferlegt hatte, dauerte natürlich nicht so lange. Im Gegenteil sogar. (Schaue schon zum zweiten Mal alle Staffeln an)
Das Problem ist eher darin beheimatet daß ich im Sternzeichen des "faulen Schweines" geboren bin, also ich bin nicht der fleisigste Schreiber der Welt. Gut was soll´s, also los, Türen zu, anschnallen, Luft anhalten, am Sitznachbarn festhalten, ein gutes Bier nuckeln. JACK BAUER ist zurück und er nimmt uns wieder mit auf eine Reise, auf der uns Hören und Sehen vergehen wird, versprochen! "WHAT A MESS".

Ich schreibe nicht gerne Inhaltsangaben, deshalb also kurz, der arabische Terrorist "Habib Marwan" versucht mit unterschiedlichen Anschlägen (Sabotage von Atomkraftwerken, direkte Angriffe auf den Präsidenten usw.) Amerika in die Knie zu zwingen. Auch auf sogenannte "Schläfer" wird zurückgegriffen. Aber Gott sei Dank Jack is Back!

Die Bedrohungen sind wieder manigfaltig ausgefallen. Alles wovor man als "amerikanischer" Staatsbürger Angst haben kann ist auch vertreten. Ich möchte keine politische Diskussion lostreten, "24" ist eine Unterhaltungsshow und als solche sollte sie auch betrachtet werden. (Bringt einfach den meisten Spaß) Aber die Sendung zeigt die Sichtweise/Lösungen der Probleme eher von der "republikanischen" Seite. Präsident Logan hätte dann wohl den "demokratischen" Part inne (Demokraten sind Weichlinge und Feiglinge, lt Republikanern) aber wie gesagt lassen wir das.

Die vierte Staffel ist eigentlich eine meine Lieblingsstaffeln, warum?

Nun gut, zuerst einmal läßt sich das auf die Action zurückführen, ich finde daß es kaum eine Staffel gibt, die so mit Action und Tempo protzt wie Staffel 4. Deshalb schon mal einen großen Bonuspunkt.

Außerdem gefällt mir die Handlung. "24" stand noch nie im Fokus übertrieben realistisch zu sein, sagen wir es mal so. Aber ab Staffel 4 beginnt die Geschichte um "Jack Bauer" wirklich komplett den Boden der Realität  zu verlassen, überhaubt gegen Ende hin, so nach dem Motto "viel Feind, viel Ehre". Ich meine das aber äußerst positiv. Durch all diese Ereignisse/Entscheidungen die von Jack zu überleben/treffen sind, baut sich so richtig erst dieser Superman Mythos um seine Figur auf.  Jack kann alles, Jack macht aber auch alles und auch hat er IMMER Recht. Blödsinn, aber unterhaltsamer Blödsinn.
 Diesem "realistischen" Umstand verdankt diese Figur wohl so viele "Jack Bauer Facts" (zu solchen "Fact" Ehren kommt nur noch, der ähnlich unfehlbare "Chuck Norris". Wobei man sagen muß "Kratos" aus "God of War" hätte es auch verdient, vielleicht kommt da ja noch was)
 Als Beispiel sei nur einer (der vielen "Facts") erwähnt.

"Jack Bauer ruft in den Werbepausen bei "CSI" an und löst deren Fälle"

Also spätestens mit Hereinnahme der Chinesen als Antagonisten, hat man so viele Feinde um sich herum, das man nur noch den "Scheibenwischer" im übertragenen wie auch wörtlichen Sinne anstellen kann um noch durchzublicken. Die Geschichte wird ja in den nächsten Staffeln weitergesponnen (im wahrsten Sinne des Wortes) Aber hier hat der Irrsinn seinen Ursprung. Sehr unterhaltsam (und sauspannend) wie gesagt, aber kompletter Schwachsinn. Jack wird zu einer "Jesus" ähnlichen Figur (er opfert sich für die Menscheheit, muß das "Kreuz" tragen und wird wohl irgendwann in den Himmel auffahren) BIGGER THAN LIFE!

Auch sehr gefallen haben mir die neuen Figuren, allen voran "Edgar Stiles". Er und "Chloe" geben der Serie die nötige "Erdung",  sie sind bei aller Genialität die (auch) sie ausstrahlen, doch noch normale Menschen mit Empfindungen. Unglaublich wichtige Rollen im Kontrast zu Superman Jack.
Auch "Audrey Raines" fügt sich sehr gut ein. Die Chemie zwischen ihr und Kiefer Sutherland stimmt und die Dreiecksgeschichte mit Jack und ihrem (fast) Exmann "Paul Raines" und deren "Lösung" wird wohl auf ewig einer der "Wow" Effekte bleiben, für die die Serie so bekannt geworden ist.
Jack und Paul werden so etwas wie richtige "Buddies". Eine der allerbesten Folgen resultiert aus diesem Verhältniß. 19:00 - 20.00 Uhr als beide wie Butch Cassidy & the Sundance Kid in einem kleinen Geschäft eingesperrt und einer Übermacht an Killern ausgesetzt sind. EINE DER BESTEN FOLGEN EVER!!!!!!!

Sehr gut eingesetzt hat man die altgedienten Charaktere aus den vergangenen Staffeln. Wobei "altgedient" gibt es bei "24" gar nicht, es gibt nur Überlebende.  
Vor allem "Tony Almeida" schenkte man einen wahren "Heldenauftritt", super gemacht. Auch seine weitere Geschichte mit seiner inzwischen Ex "Michelle Dessler" ist mehr als nur interessant.
Aber auch Präsident "Palmer" bekommt einen würdigen Einstand und nach und nach sind alle alten Haudegen wieder da (außer "Kim Bauer" und das ist, um einen Politiker zu zitieren, gut so.) Nervige "Neue" wurden, wie auch immer entsorgt. (Wie z.B. die neue CTU Chefin "Driscoll)

Richtig viel habe ich nicht auszusetzen an Staffel 4. Das Wenige aber wiegt sehr schwer. Ich meine einzig und alleine die Figur des Präsidenten (würg) "Charles Logan"
Ich hasse diesen Charakter. Natürlich sieht Palmer neben so einem Windbeutel natürlich noch besser und souveräner aus als er eh schon ist, aber trotzdem, was für ein A....L...!
Diese Figur steht für mich in einer "Greatest Hate Charakter" Liste ganz oben neben der Figur des "Falconetti" aus "Reich und Arm". Kennt keiner von euch, schon klar. Deshalb nur kurz, TV Soap Serie aus den 80ern wie "Dallas" mit Nick Nolte (arm) und Peter Strauss (reich) als Hauptdarstellern. Und beide wurden von "Falconetti" (William Smith) im Laufe der Zeit getötet. Ich hasse den Typen auch heute noch (wie ihr seht) Das geht sogar soweit, das ich nicht einmal den Schauspieler "Jack Palance" mag, weil er "Falconetti" so ähnlich sieht. Tja, nicht nur Elefanten haben ein gutes Gedächtniß!!!!!
NIEDER MIT PRÄSIDENT CHARLES LOGAN!
Die Serie lebt zwar von ihren Übertreibungen und ich mag sie auch dafür, aber dieser Charakter, "bäh", "würg", "kotz"
 Vor allem in der nächsten Staffel ein richtiges "Haßobjekt", der "Falconetti" einer neuen Generation. "Pfui deibel !"
Obschon (da hab´n wirs wieder) wenn man jemanden so abgrundtief haßt, ist es aber schon wieder ein Zeichen dafür, daß die "Rolle" funktioniert.
 
Der (Haupt) Schurke der Staffel Arnold "Die Mumie" Vosloo bleibt, alias "Marwan", eher als Randnotiz zurück. Charismatisches Äußeres, aber sonst? Eher klischeehaft und langweilig. Bleibt leider nicht in Erinnerung, IM GEGENSATZ ZU DEM BASTARD LOGAN (tut mir leid, das mußte sein!)

Aber zum Schluß noch etwas positives. Ehrlich, ich mag das Ende (Habe selten mit mehr Spannung, die nächste Staffel erwartet). Kiefer Sutherland bekommt seinen persönlichen "Lucky Luke" Abgang. Jack alleine auf dieser Welt, "reitet" der Sonne entgegen, herrlich!!!

"24"  Tag 4 auch diesmal wieder ein Erlebniß. Eine Actionbreitseite vor dem Herrn! Mit einer berührenden/fesselnden Liebes/Dreiecksgeschichte. Tollen neuen Charakteren (Edgar, Curtis, Bill Buchanan). Toll inszenierten Auftritten der "alten Helden", aber auch der Beginn einer Bigger than Life Geschichte rund um Jack´s weiteres Schicksal in dieser, aber mehr noch in den nächsten Staffeln. Im Nachhinein betrachtet ein schöner und verdienter Abgesang und Dankeschön an den Cast von Staffel 1- 3. Eine letzte große Verbeugung vor den Charakteren. Denn in Staffel 5 regieren Blut, Tod und Tränen!

"I´m a poor lonesome Cowboy...."
God save Kiefer!!

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