Die Zukunft: eiskalt, grausam, alles perfekt überwacht. Auch John Brennick kann sich nicht verstecken. Der unbeugsame, ehemalige Untergrund-Kämpfer wurde in die gefürchtete "Festung" verbannt, ein todsicheres bewachtes High-Tech-Gefängnis in den Tiefen des Weltraums. Die Haftbedingungen im Horror-Knast sind die reinste Hölle: Mit Sonden im Kopf der Gefangenen sollen die Gedanken kontrolliert werden. Die Wärter sind sadistische Psychopathen. Tag für Tag müssen die Häftlinge härteste Sklavendienste leisten. Doch Brennicks Überlebenswille ist nicht zu brechen. Und in seinem Kopf rumort nur ein Gedanke: Flucht!
War Fortress noch ein kleiner aber gemeiner Knastthriller, so ist diese Fort(tres)setzung dies zwar immer noch, allerdings in weitaus geringerem Maße. Das Budget fiel ebenfalls eine Nummer aus, so daß der Film mal eben in der DTV Ecke verschwand. Die Handlung spielt sich, bis auf die kleine Action Sequenz zu Beginn als Brennick von seinen Men-Tel Peinigern eingekäscht wird und von der Megafirma ein Implantat eingestöpselt bekommt mit dem die Firma sogar Zugriff auf seine Sehnerven hat, diesmal weitab im Weltall ab. Da fällt die Flucht logischerweise natürlich etwas komplizierter aus.
Natürlich gibts aber auch hier wieder einen sadistischen Direktor und ein Sammelsurium an Wächtern, die meist auch nicht mehr alle Steine auf der Schleuder haben. Zusammen mit drei Gefährten gibt es dabei nicht weniger als drei Fluchtversuche, von denen allerdings jeder fernab von Logik und Verstand abgespult wird. So trifft er als Kumpan einen trashtalkenden Schwarzen, der aus ner Schraube und einem Fingernagel jedwedes technisches Gerät zusammenbauen kann und die Krönung ist natürlich der freie Flug ohne jeden Schutzanzug durchs Weltall ohne Gefrierbrand oder sonstigen gesundheitlichen Folgeschäden.
Ja, mit dem Drehbuch muß man da wirklich ab und zu Mitleid haben und diverse logische Pannen einkalkulieren. Zum Glück spielt sich die ganze Szenerie einigermaßen flüssig ab und hier und da wird sogar ein wenig Action in Form von kleineren Prügeleinlagen eingestreut, da vergeht die Zeit iegentlich ziemlich flott, da auf menschlichen Krimskrams nicht zu viel Zeit verwendet wird. Hin und wieder gibts unfreiwillige Amusements, wenn beispielsweise unbemerkt ein großes Fluchtshuttle der Russen andocken kann, oder auch über die schier haarsträubenden Sicherheitsmaßnahmen in diesem ach so hochgezüchteten Weltraumknast.
Nicht ganz so dolle siehts bei den Darstellern aus, Christopher Lambert spielt eher gelangweilt und Pam Grier hat eine eher lächerliche Rolle und darf sich selbst dabei zum Horst machen. Insgesamt sind alle schon ganz ok, aber es ist nicht verwunderlich das man bei keiner der diversen Preisverleihungen den Namen Fortress II gesehen hat.
Gelitten hat ebenfalls der Härtefaktor, während im Vorgänger noch munter blutig rumgeschossen wurde hält sich dieser Film doch merklich zurück und hat folgerichtig auch die 16er Freigabe bekommen. Bleibt ein relativ spannender und auch unterhaltsamer Knastflick über, der zwar nicht enttäuscht aber auch niemand aus den Schuhen hauen wird.
5,5/10