HOSTEL im Zug? Ja, so ähnlich läuft der Gore-Splatter-Film TRAIN ab.
An Oberflächlichkeit nicht zu überbietende Charaktere tummeln sich in diesem American Horror. Dreckig ist die Atmosphäre der Sets, sauber sind die Ami-Girls und Ami-Boys und scheinbar degenerierte Psychos alle anderen.
Nun ja, das Rezept ging schon bei HOSTEL auf. Wer sich also an der dick aufgetragenen Anti-Ostblock-Message im Streifen nicht stört, kriegt mit TRAIN einen extrem gewaltvollen Torture-Film geliefert, der uncut einige unangenehme Szenen zu bieten hat.
Die geschnittene Version ist um 6 Minuten erleichtert und ist in Sachen Splatter regelrecht „kastriert“ worden. Ich rate ab, da man die dilettantischen Schnitte sofort merkt – unverschämter weise steht auch noch „Ultraharte Splatter-Granate“ auf dem Cover. Der Genrefan fühlt sich hier nur uncut richtig wohl bzw. richtig unwohl. Denn was hier geboten wird, ist schon äußerst deftig und verstörend. Die Besetzung macht ihre Arbeit nicht schlecht. Logiklöcher werden mit Blut aufgefüllt. Leider spielt die Story in den letzten 15 Minuten nicht mehr im besagten Zug und verliert damit deutlich an Fahrt.
Fazit: Nur uncut bleibt der Zug auf dem Gleis. Andere Versionen sind Kundenverarsche.