Ein bulliger Maskenmann tötet Teenager, die bei Facebook nicht auf Kettenbriefe antworten. Steckt Mark Zuckerberg hinter dem Terror?
CHAIN LETTER ist ein 08/15-Slasherfilmchen, wie man es wie Sand am Meer findet, nur noch etwas dümmer und sinnloser als der Durchschnittskillerstreifen. Das Einzige, das den Film über den Standard erhebt, sind seine Goreszenen. Es sind zwei-drei wirklich sehenswerte Morde zu bestaunen: 1.) Einem Kerl wird mit Stahlketten das Gesicht zermatscht, 2.) einem Typ wird von einem fallenden Motorblock der Oberkörper abgequetscht, und 3.) eine an zwei Autos gekettete Tussi wird in zwei Hälften gerissen. Wahrlich brutaler Scheiß! Nur schade, dass der Film sonst keinerlei Höhepunkte zu bieten hat. Der Killer taucht nach Lust und Laune nach dem „Candyman“- oder „Michael Myers“-Prinzip auf. Keine Ahnung, ob er nun ein Mensch, ein Geist, ein Zombie oder ein Wolperdinger sein soll, dies ist anhand des Films nicht klar ersichtlich. Er scheint jedenfalls unsterblich zu sein. Keines der Opfer schafft es, ihm auch nur ein Haar zu krümmen.
Des Weiteren erinnert hier vieles an SAW: Mit Ketten gefesselte und geknebelte Opfer, teils langwieriges Folterprozedere etc. Die abgedunkelten Räume mit den von der Decke hängenden Stahlketten lassen sogar Erinnerungen an HELLRAISER wach werden.
Unter den Schauspielern befinden sich einige bekannte Gesichter, wie z.B. Keith David und Brad Dourif. Leider versteht man nicht, worauf der Film hinaus will. Es wird viel Kritik an den modernen Kommunikationsformen und haufenweise Internet- und Handyfeindliches Blabla abgegeben, jedoch nicht in Verbindung mit dem Killer gebracht. Woher die todbringenden Emails bzw. SMS stammen, ob sie der Killer schreibt oder Mark Zuckerberg, es kommt nicht so wirklich raus.
“Every Chain Has A Link. Every Link Is A Life. Break the Chain, Lose A Life.”
Fazit:
Dämlicher, überdurchschnittlich sinnfreier Splatterslasher, der in zwei-drei heftigen Goreszenen glänzt und ansonsten nur Langeweile und unausgegorenen Storywirrwarr zu bieten hat. Erinnert an hirntoten Retro-Horror im Stile von LAID TO REST, fällt nur leider weitaus weniger unterhaltsam aus.