Holger Müller spielt den knallharten Ausbilder Schmidt, der nun an einen faulen, pummeligen Rekruten, gespielt von Axel Stein, gerät, der dummerweise der Sohn eines hohen Tieres bei der Bundeswehr ist. Und dann entpuppt sich der Auftrag, die Prinzessin von Kalluschistan, gespielt von Collien Fernandes, zu beschützen, auch noch als wesentlich schwieriger als gedacht.
Dass Gags, die auf der Bühne einwandfrei funktionieren noch lange nicht ausreichen, um einen zusammenhängenden und unterhaltsamen Film auf die Leinwand zu bringen, hat unter Anderem Mario Barth mit "Männersache" zuletzt feststellen müssen und so ergeht es nun auch Ausbilder Schmidt (Holger Müller mit bürgerlichem Namen).
So funktioniert der Film anfangs noch ganz gut, da der militärische, knallharte, aber auch extrem dämliche Ausbilder Schmidt mit seinem amüsanten Auftreten durchaus für den einen oder anderen lustigen Moment sorgt. Doch das amüsante Auftreten allein reicht noch nicht aus, um einen kompletten Spielfilm zu füllen und so nimmt die Gagdichte zunehmend ab, wobei zumindest ein akzeptabler Unterhaltungswert über weite Strecken gegeben ist, da die Kombination aus dem memmigen, pummeligen und homosexuell angehauchten Teilzeit-Hippie und dem knallharten Ausbilder dann doch ein wenig komisch ist und besonders der Gastauftritt von Ingo Appelt für ein wenig Stimmung sorgt.
Aber summa summarum wird einfach zu wenig geboten, als dass "Morgen ihr Luschen! Der Ausbilder-Schmidt-Film" wenigstens den Sprung ins solide Mittelmaß nehmen könnte. So ist das Erzähltempo zwar flüssig genug gehalten, dass keine größeren Leerläufe zustande kommen, aber die wenigen Action-Ansätze, die zumindest teilweise für etwas Abwechslung sorgen können, reichen allein einfach nicht aus, um einen wirklich zufrieden stellenden Unterhaltungswert garantieren zu können.
Und auch mit der Story hat man sich im Endeffekt keinen großen Gefallen getan. Die Rahmenhandlung ist als Vehikel für den typischen Ausbilder-Schmidt-Humor gerade noch ausreichend, bietet darüber hinaus jedoch keine Überraschungen oder Innovationen, die irgendwie erwähnenswert wären, während nicht einmal ernstzunehmende Versuche gewagt werden rund um den Bund oder den brisanten politischen Zustand in Kalluschistan eine Satire aufzuziehen, stattdessen werden noch ein paar relativ dämliche Wendungen eingebaut, die ebenfalls einen faden Beigeschmack erzeugen.
Zuletzt sind es die Nebendarsteller, die den Gesamteindruck noch weiter trüben. So ist Holger Müller in der Hauptrolle gewohnt überzeugend und dies über die volle Laufzeit, aber Axel Stein ist ein vollkommen unbeholfen agierender Störfaktor, der keinen einzigen wirklich guten Moment hat und nicht einmal auf ordentliches Sketch-Show-Niveau kommt. Collien Fernandes, die zumindest was fürs Auge bietet, bleibt ähnlich blass und ist unter darstellerischen Gesichtspunkten ebenfalls extrem schwach.
Fazit:
Ein paar amüsante Gags, die meist auf das Konto von Holger Müller gehen, sind durchaus vorhanden und so unterhält die schnell erzählte Ausbilder-Schmidt-Komödie zumindest in Ansätzen, zu mehr reicht es angesichts der miesen Leistungen von Axel Stein und Collien Fernandes, der schwachen Story und dem einseitigen Humor jedoch nicht wirklich.
40%