Review

Road of the Living Shit

In einer Zeit in der Horrorremakes der härteren Gangart wie „The Hills Have Eyes“, „The Last House on the Left“, natürlich „The Texas Chainsaw Massacre“ oder auch die „Wrong Turn“-Reihe noch voll im Trend lagen, kam ein Sohn von George A. Romero mit dem dürftigen Abfallprodukt „Staunton Hill“ für's amerikanische Fernsehen um die Ecke, in dem ein paar Hippies im Sommer '69 auf einer mörderischen Redneckfarm landen und ganz „klassisch“ um ihr Überleben kämpfen…

„Staunton Hill“ ist einer der lahmeren „TCM“-Klone dieser Zeit - Name Romero hin oder her. Jeder Zeit, um ehrlich zu sein. Die Figuren sind unfassbar blass, die Hinterwäldlerfamilie bleibt ebenfalls nicht im Gedächtnis, die späten 60er kommen kaum rüber und alles ist ziemlich unansehnlich, unausstehlich. „Staunton Hill“ hat keine Alleinstellungsmerkmale. Er lässt sich zu lange Zeit um an's Eingemachte zu kommen. Selbst wenn die Crew schon längst an der Farm angekommen ist und Tuchfühlung zu dieser Inzestsippe aufgenommen hat. Es passiert einfach nichts. Und wenn dann endlich Blut fließt, dann ist's auch fast schon wieder vorbei. Sehr ernüchternd. Sehr nah an totaler Zeitverschwendung. Und selbst die sporadische Garstigkeit und Goreschübe hauen aus heutiger Sicht keinen mehr völlig um… Was bleibt dann noch? Ein echt schlechter Terrorhappen zwischen Texas und Trostlosigkeit, der sich lahm, leer und lang anfühlt. 

Fazit: dünner, dreister und dürftiger Backwoodterror mit einigermaßen Gewalt, aber wenig von allem anderen, was einen guten Film ausmacht… Kein gutes erstes Zeichen für den Nachwuchs des Romero-Clans! 

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