Review

Endlich mal wieder ein richtig guter Elite-Gangster-Überfall-Film! Zwischendurch mutet "Ocean's Eleven" an wie eine kernige Mischung aus "Heat" und "Bandits". Die Story ist so einfach wie simpel: Geniale Gangster wollen das Unmögliche, den bestgesicherte Tresor in Las Vegas ausräumen und über 150 Millionen Dollar Casinogelder einsacken.

Natürlich schaffen sie es, die Frage ist nur wie. Und trotz vorhersehbarem Endergebnis (inklusive Happy End im Romantikteil, wir haben es hier schließlich mit einer Hollywoodproduktion zu tun) bleibt der Film in jeder Szene spannend. Gute Einfälle, witzige Dialoge, Coolness gepaart mit schrägen Charakteren und zahlreiche filmerisch gelungene Stilmittel fesseln den Zuschauer über die Gesamtlänge.

Brad Pitt an der Seite von George Clooney stiehlt ihm hier regelrecht die Show. Sein verkörperter Charakter ist einfach witziger, direkter und überstrahlt Clooney an Charisma deutlich - eigentlich ließe dieser Konstellation Umgekehrtes erwarten. Wie würde der Film wohl bei einem Rollentausch der beiden Mimen wirken?

Andy Garcia und Matt Damon sind die nötige Würze in diesem Hauptmenü, die Garnitur Julia Roberts liegt brav am Tellerrand und macht einen sichtlich unterforderten Eindruck. Daß man ihr die Rückkehr zu ihrem Ehemann nicht ganz abnimmt hat aber dann doch mehr mit dem einfach gestrickten Plot denn ihrer mageren Rolle zu tun.

Nichtsdestotrotz kann der Film gänzlich überzeugen - spannende Unterhaltung, leicht verdaubar: das war zu erwarten.

(9/10)

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