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Harland Knowles, der milliardenschwere Präsident von Bio-Comp Industries, stellt ein Suchteam zusammen, um das mysteriöse Verschwinden eines Flugzeugs der Gesellschaft über der abgeschiedenen Wildniss des pazifischen Nordwestens aufzuklären. Knowles ist besessen vom Gedanken, das Flugzeug zu finden und seine Tochter, die sich unter den Passagieren befindet, zu retten. Schon bald bemerkt die Truppe, dass sie verfolgt wird. Irgendetwas ist da draußen und will nicht, dass sie die Maschine entdeckenus erschreckender als irgendeiner sich vorzustellen vermag. Ihr Rettungsversuch wird zu einem Wettlauf ums Überleben.


Sicherlich zählt dieses Werk zu den eher etwas unspektakulären Filmen und ob es sich wirklich um eine wahre Begebenheit handelt, so wie es das DVD-Cover verspricht, lasse ich mal dahingestellt. Es ist hier keine großartige Action vorhanden, aber das fällt eigentlich nicht weiter ins Gewicht, da "The Untold" durchaus sehr spannend und interessant in Szene gesetzt wurde. Und ganz nebenbei entsteht während der Suche der Truppe in der Wildnis auch eine meiner Meinung nach sehr dichte und unheimliche Stimmung, die es versteht, einen vor dem Bildschirm zu fesseln.

Der Film bezieht seine Spannungsmomente aus der Tatsache heraus, das der definitiv vorhandene Feind fast die gesamte Laufzeit über für alle Beteiligten so gut wie unsichtbar bleibt. Regisseur Jonas Quastel hat es verstanden, die Bestie geschickt im Hintergrund zu halten und sie immer nur für einen sehr kurzen Moment fast schemenhaft erkennen zu lassen. So hat er es auf jeden Fall geschafft, die Aufmerksamkeit des Betrachters aufrecht zu erhalten, denn im Endeffekt ist man natürlich neugierig, wie das Monster denn aussehen mag. Dieses Rätsel wird dann auch erst ganz zum Ende hin gelöst und man sieht es in voller Lebensgröße.

Es ist unübersehbar, das hier gewisse Ähnlichkeiten zum Film "Predator" bestehen, obwohl man die beiden Filme generell nicht miteinander vergleichen kann. Doch die Rahmengeschichte, das eine Gruppe Menschen in der Wildnis von einem unsichtbaren Feind bedroht wird, ist auf jeden Fall eine Gemeinsamkeit. Doch ansonsten handelt es sich um zwei vollkommen verschiedene Werke.

Auch wenn hier in Sachen Action eigentlich so gut wie kaum etwas passiert, ist der Film aber zu keiner Zeit langweilig, wozu auch die bedrohlich wirkende Grundstimmung ganz eindeutig beiträgt. Dem Betrachter wird halt die ganze Zeit über das Gefühl vermittelt, das jederzeit etwas passieren könnte. Allein schon aufgrund dieser Tatsache verliert man das Geschehen nie ausser Augen. Für manch einen mag "The Untold" eventuell etwas langweilig wirken, aber für mich ist er ein gutes Beispiel dafür, wie man auf ziemlich unspektakuläre Art und Weise einen doch sehr spannenden und interessanten Film produzieren kann.

Auch die Darsteller bieten solide Leistungen, vor allem Lance Henriksen spielt gewohnt überzeugend und hat wie fast immer seinen stoischen Gesichtsausdruck und diesen immer bösen Blick, den man von ihm gewohnt ist. Auch die anderen beteiligten machen ihre Sache gut, ohne das sich dabei aber Jemand besonders hervortun würde.

So kann man insgesamt festhalten, das man es hier mit einem unterhaltsamen und spannenden Film zu tun hat, der gute Unterhaltung bietet. Ein Film, der zwar nichts Überragendes und Aussergewöhnliches bietet, aber dennoch zu faszinieren weiss. Einen Blick ist dieses Werk auf jeden Fall wert.



6/10

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