Review

Viel bleibt eigentlich nicht mehr zu sagen, nach all den treffenden Reviews die ich gelesen habe. " U-turn " ist zwar nicht der teuerste und bekannteste Film Oliver Stones, wohl aber der dreckigste, gemeinste und für mich persönlich auch der beste. Rein optisch gesehen ist er jedoch ein typischer Stone-Film.
Der Humor ( wenn man es denn so nennen mag ) ist so ziemlich der allerschwärzeste, den ich in letzter Zeit zu sehen bekam. Die vielen durchgeknallten Charaktere werden von allen Beteiligten meisterhaft verkörpert. Irgendwie laufen hier nur Verrückte oder abgrundtief böse Menschen herum. Sean Penn alias Bobby Cooper scheint der einzig normale zu sein. Und genau das macht den Reiz des Filmes aus. Der arme Tropf wird eigentlich nur fertiggemacht und schlittert von einem Unglück in das nächste. Dabei gerät er in die absurdesten Situationen. Sean Penn liefert dabei eine wirklich geniale Vorstellung ab. Besser hätte man diese Rolle nicht spielen können.
Die Musik, geschrieben von keinem Geringeren als Ennio Morricone, passt sich wunderbar der öden und trostlosen Atmosphäre an.
Teilweise ist " U-turn " extrem brutal, sowie einigermaßen blutig und auch tabubrechend. Daher verwundert es mich doch ziemlich, das der Film nicht indiziert ist. Wäre der Streifen vor 20 Jahren gedreht worden, herausgekommen wäre ein handfester Skandalfilm. Aber heute?
Ach so, wer genau hinsieht, wird in einer ganz winzigen Nebenrolle Liv Tyler entdecken.
Fazit: Ein ultraböses, brutales und fieses Roadmovie und zugleich ein kleines Meisterwerk. Aber garantiert nicht jedermans Sache. Meine Wertung 9/10.

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