Ausgerechnet in Superior, einem Ort irgendwo in der Wüste Arizonas, streikt Bobbys’ (Sean Penn) Wagen. Der einzige Mechaniker in dem Kaff ist Darrell (Billy Bob Thornton), ein schmieriger Typ, der vor Neugier, Faulheit und Dummheit nur so strotzt. Bobby hat keine Wahl als sich einige Zeit in Superior niederzulassen. Das kommt ihm gerade jetzt ganz und gar nicht Recht, denn Bobby hat hohe Schulden, die er dringend begleichen muss.
Bobby lernt die attraktive Grace (Jennifer Lopez) kennen, die mit ihm ein nervenaufreibendes Katz und Maus Spiel spielt. Sie nimmt ihn mit nach Hause verschweigt ihm aber dass sie verheiratet ist. Prompt überrascht der Ehemann Jake (Nick Nolte) beide sozusagen in flagranti. Verständlicherweise ist der unwissende Bobby sehr überrascht, doch Jack bietet ihm keine Zeit sich zu erklären und verpasst ihm einen Schlag mitten ins Gesicht. Geknickt verschwindet Bobby und hakt das Thema Grace ab und will nur noch so schnell wie möglich aus Superior verschwinden. Doch leichter gesagt als getan. Als sein Geld, dass er bei Mr. Arkady abliefern wollte, bei einer Schießerei in Stücke zerfetzt wird, steht er vor dem nichts.
Eines Tages bittet ihn der Eifersüchtige Jake seine Frau Grace umzubringen. Natürlich würde er ihn dafür gut bezahlen.
Kritik:
Die Atmosphäre ähnelt dem Film Natural Born Killers. Wobei bei Natural Born Killers Oliver Stone eher auf schnelle Bilder und knallig, grelle Farben setzte. Hier ist eher die drückende Atmosphäre zu spüren, passend zu der Hitze Arizonas. Die Filmmusik die von der Legende Ennio Morricone stammt, ist dem Film angemessen. Sie klingt schräg, geheimnisvoll und teilweise auch bizarr.
Die Charakteren des Films zeichnen sich nicht unbedingt nicht durch positive Eigenschaften aus. Das gilt unter anderem für Jack, Grace, dem Mechaniker Darrell, Stadtproll TNT (Joaquin Phoenix) und die anhängliche Jenny (Claire Danes). Zwar ist Bobby auch kein Good Guy (nämlich bloß ein Ganove mit Spielschulden) aber als Zuschauer kann man echt mitfühlen, dass die Leute in Superior nicht richtig ticken.
Fazit:
U-Turn ist einer der Filme, die sicherlich spalten. Das ist nicht Zufall, denn Oliver Stone hat hier dermaßen schräge Charakteren in den Film eingebaut, die man entweder total klasse und abgedreht findet oder einfach nur dämlich. Für mich hat Oliver Stone teilweise den Bogen überspannt: zu viele schräge Charakteren, eine Story die nicht unbedingt großartig ist und manchmal wirkt mir der Film etwas zu anstrengend und langatmig.
Über die schauspielerische Leistung von Sean Penn brauchen wir nicht zu reden, denn die ist nämlich gut. Das Gleiche gilt für Jon Voight, der den blinden, sarkastischen Indianer überzeugend spielt. Ebenfalls ist jede Szene mit Claire Danes, als druchgeknallte Jenny, außerordentlich gut und zum brüllen komisch.
Benotung nach Schulnotensystem:
befriedigend