In South Bay wird eine Surf-Regatta von einem großen, mordlustigen weißen Hai gestört. Peter Benton und ein alter Haijäger nehmen den Kampf gegen den weißen Killer auf.
Nicht nur ist dieser italienische Fisch im im bereits auslaufenden Fahrwasser von Spielbergs Jaws: Der weiße Hai entstanden, er kopiert im Grunde auch die Story mit geringfügigen Variationen und in der deutschen Version Dank der deutschen Titelschmiede sogar den Titel.
Und wie man sich an einem Finger abzählen kann, ist hier alles 5-7 Nummern schlechter, als beim großen Vorbild. Nicht nur wechselt der Hai im Dialog die Größe von mal 10m bis zu mal 15 m, auch filmisch haben wir es hier mit realen Aufnahmen von Haien verschiedener Größe, vermutlich aus gekauften Archivaufnahmen, sowie steifen Plastikkonstrukten und Szenen von vermutlich Tümmlern, ausgehend von Körperform und Bewegung, zu tun. Entsprechend wenig furchteinflößend ist das Vieh, das von Routinier Enzo G. Castellari zumindest ab und an noch brauchbar in Szene gesetzt wird.
Darstellerisch ist das alles auf niedrigem Niveau angesiedelt, Emotionen gibt es wenig oder im Fall von Hysterie im Finale zu viel und glaubwürdig ist das eh alles nicht gespielt. Da schneidet Vic Morrow als bärbeißiger Haijäger noch deutlich am besten ab.
Bemerkenswert an der zusammengeklauten Story ist aber, dass der Politiker, der natürlich alle Warnungen in den Wind schlägt, sich nach dem Surfer-Buffet, Verzeihung, nach der Surfer-Regatta entschuldigt und die Schuld keineswegs abzuwälzen versucht. Und obwohl die Regatta "in wenigen Tagen" stattfinden soll, war man noch in der Lage, die Bucht mittels Gittern und Netzen vor eindringenden Haien abzusichern. Erfolglos versteht sich, aber es sorgt immerhin für Einigkeit und Ruhe in der Bevölkerung.
Der Film hätte trotz aller Unzulänglichkeiten etwas besser dastehen können, wenn Castellari nicht konsequent auf nahezu jegliche Härte verzichtet hätte. Der Film kommt quasi vollständig ohne Blut aus, was sogar für den kurz gezeigten halbierten Körper gilt, der in seiner ganzen Harmlosigkeit noch die härteste Szene darstellt.
Zahnloser Hai fischt auf Pfaden großer Vorbilder, stümperhaft und grenzwertig, aber trotzdem immer noch besser als manches, was uns heutzutage mit CGI-Effekten aus dem C64 vorgesetzt wird.