Review

Puppengesicht Mickey Rourke wird von seiner Bande verraten und rächt sich nun blutig.......

Story:
Der Ex-Südstaatenoffizier Graff (Mickey Rourke) will mit seiner Bande eine größere Bank überfallen. Doch ein Marshall wartet mit seinen Leuten bereits auf sie. Mit Dynamit sprengen sie sich den Weg aus der Bank in die Freiheit. Als Graff auf der Flucht einen von seinen Männern erschießen will, da er verletzt ist und nicht schnell genug mitkommt, stellt sich einer seiner Männer gegen ihn. Graff wird angeschossen, die Bande hält ihn aber für Tod und zieht weiter. Wenig später wird Graff von den Verfolgern gefunden und gefangen genommen. Mit List und Tücke übernimmt er das Kommando der Truppe und tötet den anführenden Marshall. Er kennt nur ein Ziel: Seine ehemaligen Männer töten......
Die Geschichte ist eigentlich schnell erzählt. Den Banküberfall hätte man sicherlich ein wenig ausführlicher darstellen können. Der Film beschränkt sich danach größtenteils auf Graffs Jagd nach seiner ehemaligen Bande. Sonderlich kreativ geht es dabei leider nicht zur Sache, da der Film sich allein auf das Fluchtgebiet Wüste beschränkt. Die kleine Wende, als Graff die Führung der Verfolger übernimmt war auch schon direkt nach seiner Gefangenname klar. Bei „Blaze of Glory“ war Geoff Murphy noch wesentlich kreativer.

Musik:
Bei einem für das Fernsehen produzierte Western, sollte man nicht zu viel erwarten. So wird man hier auch von der gerade mal durchschnittlichen Westerncountrymusik nicht sonderlich enttäuscht. Atmosphäre zu erzeugen gelingt ihr aber leider auch nur in Ansätzen. Zweckmäßig, mehr auch nicht.....

Atmosphäre:
Störend wirkt der Neo-Western Look des Films, da ich persönlich eher auf die althergebrachte, etwas angestaubte Optik stehe. Dafür kann er aber Pluspunkte bei der Besetzung machen (zB Mickey Rourke oder Steve Buscemi). Der Regisseur versteht sein Handwerk und inszeniert die Jagd spannend, wenn auch nicht gerade einfallsreich. Ein bisschen mehr Kreativität hätte dem Film gut getan. Die Schiessereien sind nicht sonderlich spektakulär, sieht man von einigen blutigen Einlagen mal ab. So wird einem Banditen das Gesicht weggeschossen oder 3 Freunde dürfen beobachten, wie ein vierter langsam „zerschossen“ wird. Das sind aber auch schon die spektakulärsten Szenen, die dem Film eine FSK 18 eingebracht haben. Der Film läuft gezielt auf den spannenden Showdown zu, der dann auch nicht enttäuscht und eine echte Überraschung bietet. Abzüge gibt es aber noch mal bei der Vorhersehbarkeit der Geschichte und dem Versuch Graff einen mystischen Touch zu geben. Das passt leider nicht sonderlich gut in einen Western.

Schauspieler:
Mickey Rourke versucht hier nun zum x ten Mal ein Comeback zu starten, versumpft aber wieder in Klischees. Würde er dank seiner Wangenimplantate und seiner aufgepumpten Lippen nicht wie eine Barbiepuppe aussehen, würde er einen überzeugenden Bösewicht abgeben. Da hilft auch der angeklebte Bart nichts. Die Ausstrahlung und das Auftreten besitzt für so eine Rolle hat er aber.
Die restliche Prominenz wie Steve Buscemi und Keith David schlägt sich wacker, kommt aber zu selten zu Wort um glänzen zu können. Aus dem Schauspielermaterial hätte man einiges mehr holen können. Schade drum.

Fazit:
Auf der einen Seite haben wir eine spannende Inszenierung und einige blutige Schiessereien, auf der anderen Seite ein recht einfallsloses Drehbuch und ein paar Stars die nicht ordentlich genutzt werden so wie eine Barbiepuppe. Zum einmal ansehen sicherlich gut geeignet, aber sicher kein Tape oder eine DVD wert. Insgesamt leider nur mittelmäßiger Western mit Potential, aus dem man mehr hätte machen können.

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