Ich bin heute immer noch überrascht, dass ich mir Plague Town bis zum Ende angeschaut habe. Naja, es war ein langweiliger Abend, den ich rumbringen wollte. Dafür war dieser X-Movie (ein B-Movie ist er beileibe nicht) gerade richtig.
Die Story scheint bekannt, denn sie bietet nix Neues im Backwood-Slasher-Orbit, auch nit in der Ecke Irlands. Was mir sofort übel aufstieß war die miserable Bildqualität: Sah aus wie eine schlechte Kopie eines alten VHS-Homemovies. Unscharf ohne Ende, vor allem bei bewegten Bildern, triste Farben, die nicht gewollt wirken, und absolut langweilig in Szene gesetzt.
Und dann die Darsteller, denn Schauspieler waren dies nicht. Außer der Hauptdarstellerin. Sie wirkte wie eine Schauspielschülerin, die sich im bekifften Kopf hat überreden lassen, in dem Horrorfilm des Jahres mitzuspielen. Bis auf den Typen, der den Freund der Blondine spielt, konnte man den gesamten Cast vergessen. Vielleicht lag es auch am Schnitt oder den schwachen Dialogen, dass die Figuren, nachdem sie ihren Text abgespult hatten, immer wieder sekundenlang in die Gegend glotzen und auf eine Antwort warteten.
Ein paar nette Goreeffekte gab es auch, aber die waren nach den ersten Minuten schon uninteressant.
Fazit: Plague Town könnte das Meisterwerk sein, dass Ittenbach und Boll gemeinsam drehen. Denn mehr dürfte dabei auch nicht rauskommen. Höchstens noch mehr Langeweile und noch mehr abgestandene Dialoge und Ideen. 1/10