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Ne, ne. Als Allesgucker bin ich ja so manches gewöhnt, aber "Boogeyman 3" ist selbst mit zwei zugekniffenen Augen immer noch billigster Schund. Die hauchdünne Geschichte um die junge Psychologiestudentin Sarah, die nach dem Ableben einer guten Freundin vom Boogeyman verfolgt wird, ist aber auch so durch und durch untalentiert dahingerotzt worden, dass jede Laienspielgruppe im Amateurtheater das besser auf die Beine gestellt bekommen hätte. Wenn einem hier Schauer über den Rücken laufen, dann eher wegen des nicht vorhandenen Talents sämtlicher Beteiligter als wegen dem Boogeyman, der in diesem Film ungefähr so aussieht wie ein Obdachloser in schwarzen Putzlumpen mit grauer Farbe im Gesicht. Die meiste Zeit wird im Film damit verbracht, dass einer der untalentierten Darsteller - dies ist meistens die Darstellerin der Sarah - mit gequältem Gesichtsausdruck durch die Gänge schleicht und in Wandschränke guckt, in denen dann der Boogeyman erscheint, der seinen Opfern - nachdem er kurz noch einmal verschwunden ist - an die Gurgel geht. Die Angriffe gestalten sich dabei ungefähr so, dass jemand das Stroboskoplicht aus der Kinderdisco anknipst und der Darsteller des Boogeyman mit Bewegungen, die denen eines Epileptikers gleichen, hinter seinen Opfern herumzappelt, während diese dazu mit angstgeweiteten Augen herumkreischen. Grusel und Atmosphäre haben da schon längst mit Lichtgeschwindigkeit das Weite gesucht. Zudem nervt das hohle Gelaber über den Boogeyman, das mit zunehmender Laufzeit immer mehr wird, einfach nur. Da retten auch aus Waschmaschinen hervorschießende CGI-Blutfontänen nichts mehr.
Kurz: Billig und dilettantisch inszeniert und vor allem einfach nur laaaaaangweilig.

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