Im Jahr 2077 wird die Erde von Maschinen beherrscht. Daher wird die Kämpferin Alex, eine der wenigen überlebenden Menschen, zurück ins Jahr 1998 geschickt, wo sie die Quelle des Elends der Menschheit bekämpfen soll. Doch auch hier trifft sie schon auf eine große Anzahl kybernetischer Lebewesen.
Obwohl Teil 2 und 3 der Nemesis Reihe back to back abgedreht wurden muß irgendetwas passiert sein, das Albert Pyun entweder sein inszenatorisches Geschick der beiden Vorgänger beim Pfandleiher abgegeben hat oder er einfach begann sein Publikum zu hassen. Das ihm hier völlig die Puste ausgegangen ist merkt man von Anfang, denn es werden minutenlang Szenen aus Nebula recycelt, Zeit geschunden (allein der Vorspann zieht sich über fünf Minuten).
Das größte Problem ist allerdings das Pyun den Fehler gemacht hat sämtliche Schwächen des Vorgängers zu übernehmen, aber dummerweise keine seine Stärken. Das macht sich vor allem in dem Punkt bemerkbar, wegen dem sich der geneigte Konsument so einen Film zulegt, nämlich der zünftigen Action. Hier fehlt so ziemlich alles, was sonst einen zünftigen B-Actioner ausmacht. Die Shootouts sind schwach, Explosionen und gute Stunts hat man gleich komplett von der Speisekarte gestrichen, da bleibt kaum ein plausibler Grund über sich das zweite Sequel auch noch anzutun.
Dazu wird dem Zuschauer eine Story präsentiert, die man bestenfalls noch als heilloses Durcheinander bezeichnen kann. Die Cyborgs jagen mal wieder Alex, plötzlich tauchen auch noch ein paar Schwestern auf, die ebenfalls über dieses geheimnisvolle Super-DNS-Gen verfügen und zwei wasserstoffblondierte Killerinnen mit extrem sonnigen Gemüt machen sich auf die Suche nebst Farnsworth dem 2. (immerhin der einzige logische Zusammenhang zum guten ersten Film, denn Tim Thomerson übernimmt auch wieder die Rolle).
Wirklich gefreut haben ich mich allerdings über das Wiedersehen des besten Darstellers des Vorgängers, nämlich dem guten alten Kieswerk, durch das sich die sonst überforderten Akteure wie auf so einer Art Gotcha-Abenteuerspielplatz gegenseitig an die Lendenschürze gehen. Dazu war man aber leider der Meinung dieses Nichts an Geschehen noch mit optischen CGI Mätzchen aufzuhübschen, was aber voll in die virtuelle Hose ging. Billige Morphing Effekte und grüne Augen bei den Cyborgs sehen aus, als wären sie noch aus einem Amiga geschnitzt worden. Jeder Produzent mit noch einem Funken Ehrgefühl würde sich für solche Kleckse in Grund und Boden schämen.
Bleibt als Fazit nur das wenig schmeichelhafte viel Gelaber, wenig Action und nicht mal ein vernünftiges Ende oder Showdown. Der einzig schwächliche Trost ist lediglich, das die nach unten offene GAU-Skala vom vierten Teil noch locker übertroffen wird.
3/10