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Die Erde ist am Ende, und um die Menschheit zu retten wird tief unter der Erde die Stadt Ember erbaut. Hier sollen die Menschen überleben, bis sie wieder an die Oberfläche kommen können. Und damit dies nicht zu früh geschieht, wird der Weg nach oben in einer geheimen Schatulle verwahrt, die sich automatisch nach 200 Jahren öffnet, um den Menschen in Ember den Weg zurück ans Licht zu zeigen. Blöd nur, wenn diese Schatulle nach 200 Jahren irgendwo im hintersten Schrank liegt und niemand bemerkt, dass sie aufgeht...

City of Ember (=Glut) ist ein unterhaltsamer Fantasyfilm, der mal wieder mit der Idee der unbewohnbaren Welt spielt, aber statt in die weiten des Weltalls in die Tiefe der Erde führt. Und diese Idee funktioniert überraschend gut. Okay, dass Konservendosen nicht 200 Jahre haltbar bleiben...obwohl, hat das mal jemand ausprobiert? Das habe ich mich schon bei Eve und der letzte Gentleman gefragt. Aber egal, es gibt ja auch Gewächshäuser, irgendwie haben sie es halt geschafft. Dennoch gibt der Generator, der die Stadt mit Strom und Licht versorgt, nun langsam den Geist auf, und die größte Angst der Bewohner, dass es für immer dunkel wird, ist durchaus begründet. Zum Glück gibt es junge Menschen wie Lina und Doon, die von sich aus auf die Idee kommen, dass es so nicht weitergehen kann, und dass es einen Weg nach draußen geben muss. Und so begeben sie sich auf die Suche, wobei ihnen die Entdeckung einer seltsamen Schatulle zugute kommt...

 

Was den Film auszeichnet ist die beklemmende Athmosphäre und der Look, der sehr an Jeunet und diverse Steampunk Motive erinnert. Alles ist dreckig, dampfend, mechanisch und laut, die Maschinen pumpen und stampfen unaufhörlich, um die Stadt am Leben zu halten und man merkt, dass es seit 200 Jahren wenig Entwicklung gab. Die Erwachsenen sind durchweg auf den eigenen Vorteil fixiert, nur die jüngeren merken, dass es nicht endlos so weiter gehen kann.

 

Mit Bill Murray als feister Bürgermeister, Tim Robbins als Doons Vater und Martin Landau als kauziger Mechaniker wartet City of Ember gleich mit 3 Oscar-Gewinnern/-nominierten auf, die Hauptfigur Lina wird jedoch von der süßen Saoirse Ronan gespielt, die schon in Tödliche Magie auffiel und demnächst in Peter Jacksons In meinem Himmel die Hauptrolle verkörpert.

 

Alles in allem ein unterhaltsamer, visuell üppiger Familienfilm über Freundschaft, Abenteuer und Hoffnung, der durchweg Spaß macht und nebenbei den Urgroßvater von R2-D2 vorstellt.

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