Review

Watchmen - Die Wächter sollte laut dem Trailer eine aufwändige Comicverfilmung sein. Mit den entsprechenden Erwartungen bin ich ins Kino gegangen und wurde maßlos wie nur ganz selten zuvor enttäuscht.

Kurzum: Statt einer amüsanten Comicverfilmung im Stile von "Fantastic Four" (so hat es der Trailer angedeutet) gibt es eine pseudo-intellektuelle Charakterstudie über diverse Möchtegern-Helden (Metrosexueller Batman-Verschnitt inklusive), die in einem fiktiven Amerika der 80er-Jahre versuchen, den nuklearen Holocaust zu verhindern.

Das wäre ja ansich zu verkraften, wenn denn die Charaktere nur nicht gar so belanglos wären und zwischendurch bis auf einige völlig deplaziert wirkende Splatterszenen auch einmal etwas passieren würde, dass den Zuschauer vor dem Einschlafen bewahrt. Statt flüssig inszenierter Action (die noch nicht mal zwingend brutal sein müsste) darf man fast ausschließlich irgendwelchen nervigen Dialogen a la "Ich kann die Luft in Gold verwandeln" lauschen und fragt sich am Ende, wozu man jetzt eigentlich Eintritt bezahlt hat.
Ach ja, Penise und Brüste gibt's auch zu sehen, was sicherlich wieder für einen kleinen Skandal im konservativen Amerika gesorgt hat...

Fazit: Eine der übelsten Comicverfilmungen, die ich je gesehen haben. Selbst "Elektra" ist noch unterhaltsamer und das will was heißen.
1 von 10 Atombomben

Details