Sowohl mit Blaxploitation, als auch mit dem Eastern-Genre liess sich zu Beginn der Siebzigerjahre ordentlich Geld verdienen. In diesem Sinne erblickte eine schier endlose Zahl an Shaft-, Foxy Brown- oder Bruce Lee-Klonen das Licht der Welt, um in meist minderwertigen "flicks" auf den Pfaden ihrer berühmt-berüchtigten Vorbilder zu wandeln.
Und natürlich gab es auch in dieser Dekade jene ganz cleveren Produzenten, die sich nicht mehr nur einfach damit begnügten, C-Versionen der aktuellen "Blockbuster" abzuliefern. Nein, vielmehr starteten Sie eine filmische "Crossover-Welle", vor der kein Genre sicher war. Und nachdem unter anderem bereits Hammers "goldene Vampire" im Fernen Osten ihre Hauer ausgefahren hatten, liess man es sich natürlich nicht nehmen, auch eine "schwarze Raubkatze" im exotischen Hong Kong auf die ansässige Rauschgift-Gilde loszulassen.
Aber wie heisst es so schön: Das Doppelte ist nicht immer doppelt so gut! Somit stellt der Film weder den geneigten Eastern-Anhänger, noch den Freund funky-schwarzer Action zufrieden. Als Highlight kann vielleicht die Garderobe von Mrs. Dobson angesehen werden, welche mehr als einmal für unfreiwillige Komik sorgt - etwa wenn "Cleo" im finalen Kampfgetümmel alle Hände voll zu tun hat, um nicht über ihr Abendkleid zu fallen.
Fazit: Schwarze Coolness wirkt in Hong Kong etwa so passend wie ein Käsefondue am Strand von Hawaii.
P.S.: Zum Glück wird im Vorspann darauf hingewiesen, dass Hauptdarstellerin Tamara Dobson eigenhändig für ihr Make-up verantwortlich "zeichnete"! Denn: Ein(e) professionelle(r) Visagistin hätte zweifellos nach diesem Streifen eine Hollywood-Karriere vergessen können...