Im Vorfeld war ich sehr gespannt auf den Streifen, da Setting, Monster und Hauptdarstellerin Amy Smart auf einen interessanten filmischen Cocktail schließen ließen. Ganz so aufregend wie vermutet ist der Streifen dann doch nicht geworden, kann aber dennoch mit seiner recht eigenen Art und der dichten, bedrohlichen Atmosphäre überzeugen. Das Ganze erinnert mit seinem dokumentarischen Stil sehr an Blair Witch Projekt, wobei Seventh Moon unterm Strich doch spielfilmartiger wirkt. Sehr gut gefallen hat mir das unverbrauchte Setting in China, samt verlassener Dörfer, grüner Wiesn und gefluteten Höhlen. Die Panic der Hauptdarsteller über die Angriffe der interessanten und hübsch gestalteten Monster wird absolut intensiv rübergebracht und sorgt für Realismus. Angenehmer Weise wurde auf Computereffekte weitgehends verzichtet. Die einzige Szenen die etwas aus dem Kontext ausbricht, ist die Traumszene von Amy Smart's Charakter, die aber wenigstens eine harmlose Sexszene bereit hält. Einen dicken Minuspunkt bekommt die Kameraführung, die adrenalingeladenen Szenen teilweise völlig verwackelt, was einfach nur nervig ist. Der Gewaltfaktor des Streifens ist entgegen den Erwartungen sehr gering, da kaum Gräueltaten gezeigt werden. Das macht die knüppelharte Atmosphäre aber wieder weg. Unterm Strich ein atmosphärischer Pseudo-Dokumentar-Horror, den man sich durchaus mal geben kann. Ich bin gespannt ob es der Streifen hier zu lande in die Kinos schafft.