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Ein schöner Tag (zum Amoklaufen) ist ein knapp 11 minütiger Kurzfilm, der Teil der KRANKHEIT MENSCH - DvD ist. Er befasst sich auf sehr ironische Weise mit dem Thema Killerspiele und deren Zensur bzw. Verbot in Deutschland.

Weil in Deutschland, in einem unbekannten Jahr, gänzliche Medien mit Gewalt von der Bildfläche verschwunden sind, muss sich Peter mit kindlichen Lilalaunebärspielen beschäftigen. Die hierzu gezeigten Spiele, quietschbunte Seitenansichts Jump & Runs, berechtigen nahezu zum Amoklaufen. Spass beiseite. Durch dieses Verbot virtueller Gewalt dreht Peter bald am Rad und kontaktiert seinen besten Freund, der ihm eine Knarre besorgen soll. Wenn ihm schon die virtuelle Gewalt genommen wird, dann muss es eben die reale sein. Wo liegt da der Unterschied? Kurz darauf wird auch seine gesamte Familie dezimiert, besonders hierbei, dass man das alles wie in einem Ego - Shooter sieht. Der Plottwist ist gelungen, erwacht Peter aus diesem scheinbar grausamen Traum, der wohl bald Realität sein könnte. Die Aussage, die der Film tätigen will, bleibt zwar im Dunkeln und ist leider nicht genug dramatisch tiefschürfend ausgedehnt, als das der wirkliche Sinn und die Sinnlosigkeit dieser möglichen Zensur der sogenannten "Killerspiele" zur Geltung kommt, da wirklich alles sehr ironisiert abgehandelt wird. Oder lag es an den amateurhaften Darstellern? Wer weiss.
Ein kleiner, 11 minütiger Kurzfilm, der kurzweilig unterhält aber doch zu unernst oder zu flach ist, um mit seiner Aussage Aufsehen zu erregen.

Fazit:
Manchmal solide gorig, manchmal angenehm ironisch, manchmal gewollt tiefschürfend. Immer solide, daher 6/10

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