Es wäre falsch, Unwissende in dem Glauben zu lassen, dass FRANKLYN ein Fantasy-Action-Film ist! Deshalb verrate ich es auch, ohne die Handlung wirklich zu erzählen. FRANKYLYN ist eher ein optisch und erzählerisch einwandfreies Psychodrama mit einem besonderen „Touch“. Es handelt sich nicht um einen V wie VENDETTA-Klon. FRANKLYN ist eine kunstvoll kreierte Ausnahmestory, die seinesgleichen sucht. Es vergeht über eine Stunde, bis man einen „gewissen Durchblick“ hat – und dann keinen vollständigen. Das unterkühlte Spiel der Schauspieler trägt viel zu der mysteriösen Geschichte bei. Fast schon glaubt man einem typischen PC-Adventure beizuwohnen, bei dem es darum geht, Geheimnis um Geheimnis zu entschlüsseln. Und wenn man dann am Ende der Auflösung sehr nahe gekommen ist, bleiben noch immer interpretierbare Fragen bzw. Ansichten offen. FRANKLYN ist kein leichter, sondern ein anspruchsvoller Film, der eine mainstreamige Popcorn-Fraktion abtörnen wird. Filmfans, die sich vom Cover und Trailer blenden lassen, werden wahrscheinlich sehr enttäuscht werden. Handwerklich gibt es nichts zu meckern. Nur die Vermarktung des Streifens ist strategisch fraglich. Für mich ist FRANKLYN ein Filmerlebnis gewesen, das mich endlich mal wieder überraschte.
Fazit:
Psychodrama der ganz, ganz, ganz besonderen Art!