Eines vorab: ich bin ein großer Fan der ungekürzten TV-Serie "Tales from the Crypt" - doch der Kinofilm Bordello of Blood hat mich maßlos enttäuscht!
Die Storyline ist gar nicht so daneben.
Die Darsteller spielen ihr durchschnittliches Können voll aus, und die Schauspielerin, welche die Vampir-Chefin spielt, sieht zum "Anbeißen" aus.
Was ging also schief bei dem Teil?
Hatte die Fernsehserie noch ihren ganz eigenen schwarzhumorigen Stil, ist dieses Machwerk zu einer plumpen "schwanzorientierten" Tittenshow für Spätpubertierende verkommen.
Ich bin bestimmt kein "Kostverächter", aber dieser vollbusige Softporno-Charme gepaart mit einer flunderplatten niveaulosen deutschen Synchro ist eine wahre Beleidigung für jeden Fan der TV-Reihe.
Oder anders ausgedrückt: ich hatte 2 Bier intus und trotzdem keinen Spaß an dem schlechtesten Teil der ganzen "Tales"-Historie.
Splatter?
Ja ... schon irgendwie ... hin und wieder ... wenn auch mit ultradickem Witz abgeschwächt und mit dem Charakter einer Jahrmarkts-Geisterbahn.
Ach ja, und dabei meine ich wirklich die UNCUT-Version und nicht die um 10 (!) Minuten zensierte TV-Version.
Bei der geschnittenen Fassung (die lustigerweise ab 18 ist) haben die "Erwachsenen-Schützer" so ziemlich jeden klitzekleinen Blut-Effekt und jeden nicht ganz "stubenreinen" erotisch obszönen Dialog entfernt.
Ob die geschnittene Fassung dadurch unterhaltsamer und besser als die ungeschnittene geworden ist, bezweifle ich stark (dies ist kein Witz!).
Fazit:
Zu ertragen, wenn "Mann" zwischen 14 und 16 Jahre alt ist, mit Freunden bei `nem Bierkasten hockt und noch nie so richtig Titten live gesehen hat.
Allen anderen - und vor allen den richtigen Fans der Serie - rate ich inbrünstig und ehrlich ab.
Nicht mal die der Auftritt des legendären Cryptkeepers ist hier gut.