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Es hätte recht schön sein können...
...wenn die Filmreihe rund um die „Geschichten aus der Gruft“ noch länger durchgehalten hätte, aber mit diesem Sargnagel von Film bettet sich die Franchise auch schon wieder zur Ruhe. Zu recht.
„Ritter der Dämonen“ war ja noch recht brauchbar, aber „Bordello of Blood“ ist ein Meisterwerk der Mißkonzeption. Die Formel Vampire plus Titten mag ja an sich ganz reizvoll klingen (vor allem, wenn man an eine bestimmte Szene in FDTD denkt), aber hier weist die ganze Produktion Merkmale der Güteklasse F auf. So ist die ganze Szenerie so billig tv-serienerprobt und schmuddelig, wie das Milieu, in dem sie spielt.

Besetzt ist dieses Fiasko mit mit Mimen, die dringend mal wieder einen A-Amt-Scheck brauchten. Erika Eleniak wird auf bieder gebürstet, dabei haben eh nur ihre Möpse Talent, Dennis Millers Karriere ging nach SNL den Bach runter und so langweilt er sich durch einige Detektiv-Stereotypen. Chris Sarandon verschenkt sich im Overacting, Corey Feldman ist auf Billigdreck abonniert und Angie Everhart wurde bestimmt nicht wegen ihrer dämonischen Präsenz besetzt.

Zwar splattert es manchmal brauchbar (falls man ihn ungeschnitten bewundern kann), aber ansonsten hat das alles das Niveau einer Schulaufführung. Und auch die Weihwasser-Super-Spritzen, die ganze Vampirhorden in Flammen aufgehen lassen, reißen kaum noch jemanden hin.
Zwischendurch soll man wohl mal lachen (vielleicht tuns ja extrem Niveauarme), aber die amateurhafte Synchro begräbt auch noch den letzten Ansatz von Reiz, den der Film vielleicht hatte.

Ein echter Stinker vor dem Herrn, der seine gewollte Trashkarte aber immerhin noch manchmal ausspielen kann, was irgendwie schade ist. Denn dieser Trash ist überproduziert.
(3/10)

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