Portugal 1809. Nachdem er Sir Arthur Wellesley das Leben rettet, wird Sgt. Richard Sharpe zum Leutnant ernannt. Sein erster Einsatz führt ihn ins feindliche Gebiet nach Casa Antiga. Dort soll er den vermissten Mittelsmann James Rothschild finden, der einen Scheck über dringend benötigte Gelder für die britische Armee bei sich trägt. Sharpe wird das Kommando über die "95th Rifles" unter Captain Murray übertragen, doch er stellt schnell fest, dass die Einheit nicht sonderlich diszipliniert ist. Weder Murray noch seine Männer sind bereit, Sharpes Befehle zu akzeptieren, da "richtige" Offiziere nicht aus den Reihen der Truppen befördert werden. Nachdem Captain Murray während eines überraschenden Angriffs der Franzosen getötet wird, ist Sharpe der alleinige Befehlshaber. Zwei spanische Verbündete, Major Blas Vivar und Comandante Teresa, erklären sich bereit, Sharpe nach Casa Antiga zu führen.
Die britische Fernsehreihe umfaßt bis heute 16 Filme und genießt zurecht einen guten Ruf. Das Banner des Blutes zeigt dabei den Beginn der kleinen Scharfschützeneinheit mit Lieutenant Sharp und seinem wilden Haufen. Hier kennt man sich noch nicht und Freundschaft auf den ersten Blick sieht, aufgrund Sharpes bürgerlicher Herkunft, definitiv anders aus. Hier ist erst mal verschärftes Teambuilding angesagt, aber es gibt ja bekanntlich nichts, was eine Klopperei unter Männern und eine gutgemeinte Androhung eines Erschießungskommandos nicht noch regeln könnten.
Ansonsten herrscht hier aber sogar mehr Action als in den sonstigen Episoden. Es gibt insgesamt vier größere Gefechte innerhalb des britisch/napoleonischen Kriegs auf iberischem Gebiet, die zwar niemand mit einem großen Kinofilm verwechseln wird, aber für eine simple Fernsehproduktion mehr als ordentlich sind, was auch für die Sets, Kostüme und Darsteller gilt. Etwas mehr an dynamischer Choreographie wäre auch nicht verkehrt gewesen.
So schlägt man sich mit etwas undurchsichtigen spanischen Freiheitskämpfern tief ins feindliche Gebiet um den Überbringer der Kriegskasse aufzutreiben, das eigene Bataillon wird komplett niedergemetzelt und am Ende soll eine französische Garnison mittels der alten Banner des Blutes Relikte, ein Banner eines ehemaligen Heiligen, aufgerieben werden. Viel zu tun für eine Einheit aus gerade einmal sechs Mann, die das aber sogar verlustfrei übersteht (aber auch nicht auf Dauer, habe den letzten Teil der Serie noch im Kopf).
Es ist aber zu befürchten, das diese Filmreihe ihrem Ende zusteuert, da inzwischen alle Romane von Bernard Cornwell für die Serie bebildert wurden. Manchmal übertreibt man es zwar mit der Love Story und den Kabbeleien um Standesdünkel, sonst aber gibt es Action, kernige Charaktere und sogar ein wenig Geschichtsunterricht.
7/10