Die junge Studentin Casey wird von Alpträumen und Wahnvorstellung verfolgt. In der Folge der Untersuchungen von ihrem Pigmentfehler in den Augen, findet sie heraus, dass sie noch einen Zwillingsbruder gehabt hätte. Dieser ist jedoch schon vor der Geburt im Mutterleib verstorben. Bei weiteren Nachforschungen lernt sie ihre zuvor nicht bekannte Grossmutter kennen und findet immer mehr Hintergründe über den Selbstmord ihrer Mutter heraus. Ihre Grossmutter erlitt in Ausschwitz Zwillingsexperimente von den Nazis und verlor dabei ihren Zwillingsbruder. Ein böser Totengeist, nach jüdischem Glauben "Dibbuk" genannt, ermächtigte sich danach dessen Körper und spukt seither auf der Erde herum. Auch ihre Grossmutter und die Mutter wurden von ihm verfolgt, weshalb sich ihre Mutter auch das Leben genommen hatte. Im Buch der Spiegel findet sie einige Erklärungen über Dibbuks und eine Anleitung wie diese vertrieben werden können. Der Rabbi Sendak half ihr bei der Übersetzung und übernimmt auch den Lead beim Exorzismus an Casey. Dieses religiöse Ritual ist dann etwas chaotisch inszeniert und das Schicksal der anderen beteiligten Personen bleibt grösstenteils offen. Sie und der Rabbi überleben die Austreibung, ihr Freund Mark wird dabei jedoch getötet. Das Ende lässt dann einigen Interpretationsspielraum zu, sie erfährt nämlich, dass sie Schwanger ist und Zwillinge bekommen wird. Konnte der Dibbuk tatsächlich vertrieben werden oder lebt er in einem Fötus weiter?
Die Story ist insgesamt gut inszeniert, flüssig, spannend umgesetzt und bietet viele Grusel- und Schockmomente. Gut gefallen hat mir u.a. wie der Dibbuk im Körper eines Lebenden irrationales Verhalten auslöst. (z.B. umgedrehter Kopf). Ebenfalls gut fand ich die Darsteller und den geschichtlichen Hintergrund, sowohl die des Dibbuk, wie auch der Nazi-Experimente an Zwillingen, welche damals von Josef Mengele durchgeführt wurden. Innovationen darf man zwar keine erwarten, aber ich fand den Film trotzdem gut. Note: 7/10