1813 - Sharpe wird von einem spanischen Marquis zum Duell gefordert, der ihn bezichtigt, seine Frau umworben zu haben. Sharpe protestiert, er kenne die Marquesa nicht und sei unschuldig. Er weigert sich, sich zu entschuldigen. Das Duell findet statt und als Sharpe dem Marquis sein Schwert gegen den Hals drückt, erscheint Nairn und erklärt, dies sei lediglich eine Übung im Schwertkampf gewesen. Später am Abend wird der Marquis ermordet. Daraufhin wird Sharpe verhaftet. Zeugen sagen aus, Sharpe habe den Mord begangen und er wird zum Tode verurteilt.
Im fünften Teil der britischen Fernsehfilmreihe rund um Sharpe und seinem halben Dutzend Scharfschützen geht es fast schon eher ein wenig soapig zu. Nachdem Napoleon von Wellington den Hintern verdroschen bekam, sind die Franzosen auf dem Vormarsch zum Rückzug, planen dabei aber als kleine Rache gegen Sharpe selbst einen fiesen Komplott. Im vorherigen Film hat er sich ja nicht gerade mit dem französischen Major Ducos Freundschaft geschlossen und so schiebt ihm dieser den Mord an einem spanischen Aristokraten in die Schuhe. Ende vom Lied, es folgen Kriegsgericht und anschließende standrechtliche Exekution am Strang, aber keine Sorge, alles nur ein Fake.
Wie der Name Preis der Ehre schon sagt, tritt der Krieg hier größtenteils in den Hintergrund. Die Action wird stark zurückgefahren, hier gilt es eher die Ehre wiederherzustellen und die wahren Schuldigen zu entlarven. Viel Arbeit gibt es auch für die Rifles nicht, lediglich Harper darf bei den Ermittlungen ein wenig unterstützen. Viel Zeit wird dabei allerdings auch mit Dialogen speziell mit der verräterischen Comtessa verplempert, auf die er natürlich auch schon ein halbes Auge geworfen hat (schäm dich Richie, deine Ex-Frau ist noch nicht mal richtig kalt). Dann bekommt auch Harpers Frau noch ein Baby, wie gesagt, es wird hier mehr gemenschelt als sonst üblich.
Zwar gibt es auch die gewohnten Massenszenen und darstellerisch ist wie immer kaum etwas zu meckern, aber es hätte gerne ein wenig mehr Scharfschützen statt Intrigenspiele sein dürfen. Insofern eine eher schwächere Episode der Reihe. Zudem stirbt auch noch der französische Ränkespieler, so daß Sharpe langsam doch die Antagonisten ausgehen.
6/10