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Portugal 1813 - Das spanische Dorf Adrados ist von Franzosen überfallen worden, spanische und britische Deserteure haben die Engländerinnen Sarah Dubreton und Lady Isabella Farthingdale als Geiseln genommen. Captain Sharpe soll das Lösegeld überbringen, womit Sir Augustus Farthingdale nicht einverstanden ist. Sharpe und Harper verschaffen sich Zugang zu dem Kloster, in dem die Frauen gefangen gehalten werden, und werden von zwei französischen Soldaten entdeckt. Sharpe erfährt, dass einer von ihnen der Ehemann Sarah Dubretons ist und auch vor Ort ist, um sie zu befreien. Sharpe ist bestürzt als er erfährt, dass Hakeswill seine Finger im Spiel hat. Er hat die Lösegeldforderung erhöht und gibt Sharpe fünf Tage Zeit, das Geld zu beschaffen, sonst werden die Frauen vergewaltigt.

Der vierte Teil der britischen Kriegsserie um Richard Sharpe und seine Scharfschützen ist jetzt sicher nicht das Actionhighlight der Filmserie. Diese beschränkt sich auf zwei kleinere Gefechte ganz zum Schluß, was jetzt aber nicht heißen soll, das vorher Langeweile aufkommt. Hier dreht sich Handlung um ein besetztes Dorf, dessen Einwohner brutal (aber nicht im Bild) von einer multinationalen Deserteur-Armee ermordet wurden und die zu allem Überfluß auch ein paar Damen gefangen halten, von denen eine die Ehefrau eines britischen Colonels ist.
Der Krieg zwischen Wellington und Napoleon tritt dabei ziemlich in den Hintergrund. Sharpe darf immer die Leiter der Dienstränge zum Major aufsteigen und soll in einer Harakiri-Mission die Mädels durch Lösegeld auslösen. Das größte Problem ist allerdings das die Renegaten Truppe von Sharpes Erzfeind Hakeswill mitkommandiert wird. Die innige Freundschaft der beiden kam ja in den ersten Teilen deutlich heraus und führt hier dazu, das zwei wichtige zentrale Figuren der Reihe sogar am Ende sterben werden.
Vorher gibt es aber sogar noch ungewöhnlich viel humorige Szenen. Da gibt es ein recht luschiges Raketenbatallion mit der Zielsicherheit von Bundeswehrgewehren, die Karikatur eines Colonel und mit dem süßen William einen zwar toll gezeichneten, aber doch auch eher amüsanten Kommandanten der Unterstützungstruppen.
Die Darsteller sind dabei gewohnt solide. Besonders Sean Bean und Pete Postlethwaite schaukeln sich gegenseitig hoch, Philip Whitchurch würde ich als schrulligen Captain sogar auch noch ein Sonderlob aussprechen. Auch wenn hier weniger als sonst geballert und gekämpft wird gibt's hier gewohnt britische Qualität allerdings mehr im Bereich Storytelling.
7/10

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