Der Krieg ist vorbei. Sharpe kehrt nach England zurück und sein Ruf wird wiederhergestellt. Er wird in den Norden Englands geschickt, um eine Einheit in seiner Heimatstadt zu kommandieren, in der große Unruhe herrscht. Sharpe findet sich bald mitten in dem Konflikt zwischen den Grundbesitzern und dem Bürgerlichen wieder und erfährt im Zuge dessen auch Geheimnisse aus seiner eigenen Vergangenheit. Sharpe erhält auch die Gelegenheit, Jane zur Rede zu stellen, als Lord Rossendale ein Haus in der Nähe seines Stützpunktes erbt.
Ich kann mir gut vorstellen warum Shape´s fremde Heimat erst spät synchronisiert wurde und als eine der wenigen Folgen meines Wissens auch nicht im Free-TV bisher gelaufen ist, denn bis auf seine Charaktere hat das hier mit den Ursprüngen der britischen Fernsehreihe nur noch wenig gemein. Der Krieg wurde ja in der letzten (auch nicht wirklich dollen) Episode beendet, Napoleon ist auf Elba verbannt und kommt auch nur noch auf eine Stippvisite in der nächsten Folge in Waterloo vorbei. Fremde Heimat ist der letzte der beiden Episoden, die ausschließlich in England spielen.
Hier bewegt man sich nicht mehr im Bereich Krieg/Abenteuer wie gewohnt, sondern mehr auf dem Turf eines Gesellschaftsdramas. Die jetzt arbeitslosen Soldaten kehren Heim und belasten den ohnehin schon schweren Arbeitsmarkt. Für soziale Unruhe sorgen auch reiche Fabrikanten, die ihre Arbeiter ausplündern und genau hier sollen Sharpe und Harper in Yorkshire eine Miliz anführen, die sich insgeheim für die Bonzen einsetzt. Da wird sogar bewußt ein Massaker an der Bevölkerung verübt und natürlich mal wieder Sharpe in die Schuhe geschoben. Der Ruf ist fürs erste ruiniert, dazu kommt ein Wiedersehen mit Ex-Frau Jane, die sich dann auch als die selbstsüchtige Zicke entpuppt, als die man sie im Vorgängerfilm schon sah und seinen leiblichen Bruder lernt er auch noch kennen.
Man kann anhand der Beschreibung erkennen, das hier Action und Tempo auf ein Mindestmaß heruntergefahren wurden. Das ist jetzt ja alles nichts Schlechtes, denn die Fans werden sich freuen mehr über die Figur zu erfahren, als es fast bisher in der gesamten Serie zu sehen gab, aber es dürfte schon mehr sein als eine böse Truppe, ein absichtlich verlorenes Fechtduell und ein unterm Poppes weggeschossener Gaul. Der Rest ist einfaches Intrigenspiel, wie es jede drittklassige Soap vorexerziert. Es fehlt einfach die gewohnte Dosis an Uniformen und Pulverdampf. Zum Glück holt Part 14 das doppelt und dreifach wieder aus der Tasche.
5/10