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24: Redemption

Jack Bauer auf Sparflamme.
Als (aus)gebrannter Mann eines schicksalsgebeutelten Lebens (Retter des US Präsidenten, der USA, Verlust von Frau und Kind, Familie und Freunden) hat er seinem Land den Rücken gekehrt und lebt nun in Afrika. Dort tut er Buße für all seine Taten und hilft eine Schule für Waisen aufzubauen. Doch die Politmaschinerie läuft unaufhörlich weiter. Eine neue Ära wird eingeleitet, denn Lady Präsident erobert das Weise Haus. Zwielichtige Hintermänner finanzieren aus Geldern der Regierung einen Aufstand in Afrika damit ein Diktator erneut Völkermord betreiben kann. Zufällig kreuzen sich die Wege von Bauer und Co und vergangenes wird gegenwärtig.

Echtzeit auf filmische 2 Stunden reduziert, die real allerdings nur ca. 80 Minuten betragen. Ein Serienkonzept, was scheinbar vollkommen ausgereizt zu sein scheint (geht in die 7. Staffel), als abendfüllenden Film. Kann das gut gehen?
Nur bedingt.
Zwar sollte „Redemption“ nur als Pausenfüller fungieren (entstand im Zuge der Autorenstreiks in Hollywood) und eine Brücke zur neuen Staffel bauen, doch bei dem Ergebnis ist es fraglich ob dies unbedingt nötig war. Zwar wurden einige namhafte Darsteller engagiert (z.B. Jon Voight, Robert Carlyle) und eine brisante Thematik erdacht, auch sind die „24“ bekannte Action und die Splitscreens vorhanden, doch der Film im Endergebnis wirkt arg lang gezogen und schleppt sich so dahin. Spannung kommt gar keine auf, da die serienkonzipierte Dramaturgie -samt dazu gehörigem Cliffhanger- bei einem Film so nicht möglich ist und wirklich charismatische Charaktere sind auch nicht vorhanden. Selbst Bauer als ewig gebrochener, von seinem Land verarschter und trotzdem loyaler Mann kann da nur noch langweilen.

Fans der Serie werden sicher einen Blick darauf werfen, doch sollten die Erwartungen nicht zu hoch geschraubt werden. Staffel 7 wird Licht ins Dunkle bringen und hoffentlich ihr bekanntes Niveau erreichen. Und wenn es soweit ist, darf „24: Redemption“ auch gerne wieder vergessen sein! 5/10

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