Bei diesem Film wurde viel versprochen und nichts gehalten. Laut Werbung auf dem Cover sollten sich Leute angesprochen fühlen, die Filme wie "Braveheart" oder "Königreich der HImmel" mögen. Die beiden letztgenannten sind großartige Produktionen von namhaften Regisseuren, spannend inszeniert und prächtig ausgestattet. Damit kann "Arn" jedoch bei weitem nicht mithalten. Es ist schon eine Kunst, 133 Minuten absolute Langeweile zu produzieren und einen Film zu gestalten, der zusammenhanglos daherkommt und doch so große Vorbilder haben will. Schuld daran haben die Cutter, die den Streifen bei einer Laufzeit von original knapp über 4 Stunden auf knapp über 2 Stunden zusammengemurkst haben. Wer hier atemberaubend choreographierte Schlachten erwartet, hat weit gefehlt. Im Vordergrund steht die Liebesbeziehung des Arn zu seiner Angebeteten. Die beiden dürfen sich nicht haben und Arn zieht in den Krieg, die Geliebte wird ins Kloster verfrachtet. Beide trauern und suchen nach einem Ausweg, sich wieder zu vereinen. Soweit zur Handlung - mehr passiert nicht. Eigentlich schade, denn die Darsteller sind recht gut, als Liebesdrama hat der Film durchaus seinen Wert. Als Ritter-Epos versagt er jedoch auf breiter Linie mangels dessen, was man erwarten müsste: Spannung und nochmals Spannung.