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Freunde halten zu sammen. Erst recht, wenn man sich schon nicht mehr als Freunde sondern als Brüder bezeichnet. Nils und Tayfun sind so zwei Kameraden, gehen gemeinsam durch dick und dünn, erleben die Kindheit zusammen bis zur Pubertät. Und da tritt auch schon das erste Problem auf: Caro. Eine Frau, die sich von beiden angezogen fühlt und doch dazwischen steht und sich letztlich nicht entscheiden kann. Die Freundschaft zerbricht, man verliert sich aus den Augen und geht getrennte Wege. Nils wird Polizist, Tayfun kriminell. Jetzt treffen sie wieder aufeinander und es stellt sich die Frage ob immer noch als Freunde oder als Feinde.

Benno Fürmann, Christiane Paul, Erdal Yildiz, Hilmi Sözer und Michael Gwisdek in den Hauptrollen - das bürgt normalerweise für absolute Qualität und Filmvergnügen. Doch was uns dieses Machwerk hier zumutet grenzt an eine Frechheit. Als erstes ist der Plot so hanebüchend und an den Haaren herbeigezogen daß es einem die Fußnägel hochrollt, zum zweiten wird auf dramaturgischer Seite so klischeehaft gearbeitet wie selten zuvor, zum dritten spielen die Darsteller allesamt lustlos bis fad (selbst Christiane Paul verblaßt völlig zur Statistin - mein Gott, wie konntest du bloß diese Rolle annehmen, hast du in so großen Geldsorgen gesteckt?).

Das Geld für die DVD ist zum Fenster rausgeschmissen, leider muß man das hier deutlich sagen. Die Geschichte hätte aber auch nicht mehr hergegeben, denn viel passiert nicht. Es wird um den heißen Brei herumgeredet, alles in einem konsequent gleichbleibenden Milieu, immer dieselbe Atmosphäre, aufgelockert durch wenige primitiv und peinlich wirkende Schlägerszenen der "Straßenkiddies". Man kämpft permanent mit dem Einschlafen und hat Mühe der Handlung zu folgen.

Dennoch zwei Punkte, einen für Fürmann, einen für Paul. Bitte - wir warten auf bessere Filme von euch. Habt Mitleid mit uns und tut uns sowas nie wieder an, wir haben euch doch lieb.

(2/10)

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