Das ist einer der seltenen Filme, wo es einem schwer fällt, wie man ihn fair bewerten kann. Man sieht dem Film an, was die Regisseurin erreichen möchte. Man sieht in den Bonusfeatures, wie sympathisch sie rüber kommt und wie sie dafür brannte und trotzdem: Der Film ist wirklich nicht gut, wenn man Spielfilm-Maßstäbe ansetzt.
Das Problem ist, dass der Film hinten und vorne Telenovela-Niveau hat. Das beginnt bei den platten Dialogen, dem katastrophalen ADR mit den ausdruckslosen Stimmen, den eindeutig auf DV gefilmten Location-Establishers, die man in der billigen Form wirklich nur in TV Serien sieht und hört bei den unfassbar schlechten Schauspielern auf (bei denen es nur ein paar Ausnahmen gibt). Komplett überfordert sind die Mütter der beiden Protagonistinnen, von der eine einfach nicht überzeugend schauspielern kann und die andere gnadenloses Overacting betreibt.
Dass der Film doch noch paar Sterne verdient liegt wirklich einzig und allein, dass die Intention der Regisseurin gut war, man einigermaßen Spaß hatte, den beiden Hauptdarstellerin zuzuschauen, bis ein dümmlicher Dialog oder eine grandios schlechte Performance den Eindruck wieder zerstört hat und man dem Film noch zu Gute halten sollte, dass es ein Erstlingswerk war.