Kurt hat im Alter von 8 Jahren seine Mutter mit einem Baseballschläger erschlagen. Seither sitzt er in einer Nervenheilanstalt unter Sicherheitsverwahrung ein und fristet ein Dasein in Apathie und geistiger Umnachtung. Ca. 10 Jahre später kommt der Tag, an dem Kurt in ein anderes Krankenhaus verlegt werden soll. Ihm gelingt die Flucht. Als maskierter Killer macht Kurt nun die Gegend unsicher. Wachmann Garry folgt ungewollt seiner Blutspur, die zielstrebig zu Kurts Vater und seiner Schwester führt…
Hmmm (*grübel grübel*)… Ich weiß nicht so recht, aber irgendwie kommt mir das alles ziemlich, ziemlich bekannt vor. Naja, egal. Maskenmann Michael… äh, Kurt fällt jedenfalls rein optisch wie diese zum Standard gewordenen vermummten Psychos aus, die man in all den neueren Killerfilmen unter die Nase gerieben bekommt (siehe „The Strangers“,„Unter Kontrolle“ oder den Neo-Leatherface). Seine Maske erinnert dabei ein bisschen an eine „Rag Doll“ oder an die Puppe auf dem Cover der „Issues“ von KoRn.
Die Kills: Allzu derb und allzu viel wird nicht gemeuchelt. Einzig der Mord an der Mammi, welche den Schädel überaus garstig eingeschlagen bekommt, bleibt im Gedächtnis und lässt fast Erinnerungen an die Feuerlöscher-Szene aus „Irreversible“ wach werden.
Die Billig- Machart ist annehmbar. Die Darsteller gehen auch noch so in Ordnung. Der Storyverlauf könnte ebenfalls mit erhobenem Daumen kommentiert werden, wäre so etwas nicht bereits 100 000 000-mal da gewesen ...und wüsste man nicht spätestens nachdem ein paar Polizisten in den Büschen um das Klinikgelände die entkleidete Leiche eines Wachmanns gefunden haben, ganz genau wie der Hase läuft und wie der Zinnober wohl ausgehen wird. Der Streifen selbst tut so, als wenn nix gewesen wäre und spinnt sein Ding einfach weiter. Lässt sich dabei fürchterlich viel Zeit (Dauer: 105 Min.!), als meine er, irgendetwas Ähnliches wie Spannung erzeugen zu können. Dann kommt tatsächlich alles, wie erwartet – geht auch gar nicht anders, alle Indizien deuten einfach überdeutlich darauf hin, alles andere hätte keinen Sinn gemacht. Und schließlich scheint es so, als hätten sich die Macher nicht für einen anständigen Schluss entscheiden können, weshalb so ziemlich alle erdenklichen Endszenarien vermixt, durchgekaut und runtergeleiert werden, die hier möglich waren, inklusive „jemand anders war’s“ und „alles nur geträumt“. Muss man eigentlich fast gesehen haben, sonst kann man sich das gar nicht vorstellen.
Unterm Strich bleibt also ein nicht überaus gelungenes „Halloween“-Rip-Off (teilweise 1:1 kopiert) mit "voll der überraschenden Storywende" und einem komplett konfusen Schluss.
Wer jetzt im Horrorgenre nicht sonderlich bewandert ist, gar „Halloween“ und „High Tension“ noch nicht zu Gesicht bekommen hat, den kann der Streifen unter Umständen noch begeistern. Ihnen seien aber auch die gerade genannten Originale wärmstens ans Herz gelegt.
Alle Genrekenner werden diesen Schmachtfetzen, der kaum gute Morde bietet und zu allem Überfluss gegen Ende immer dümmer zu werden scheint, aber mit einem müden Lächeln in die Tonne treten.
Kills: (+)(+)(-)(-)(-)
Spannung: (+)(+)(-)(-)(-)
Schluss: (?)(?)(?)(?)(?)
Fazit:
Nicht wirklich durchgehend schlecht, aber auch alles andere als gut!